Bildquelle: © Brenntag

Das ist interessant: Brenntag (WKN: A1DAHH / ISIN: DE000A1DAHH0) hat am Dienstag-Abend nach Ende des Xetra-Handels sein Gewinnziel für das laufenden Geschäftsjahr gesenkt. Der Chemiehändler reihte sich damit in die Gilde der Chemiewerte ein, die mit Gewinnwarnungen um die Ecke kamen, also vor allem BASF, aber auch Fuchs Petrolub. Trotzdem verlor die Brenntag-Aktie im frühen Mittwoch-Handel gerade einmal rund ein Prozent, performte also nur unwesentlich schlechter als der Gesamtmarkt.

Die Begründung ist einfach: Die Analysten hatten ihre Ziele schon geraume Zeit gesenkt und liegen mit ihren aktuellen Schätzungen sogar noch weit unter den neu ausgegebenen Zielen. Dabei geht das Management davon aus, dass das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nur um bis zu vier Prozent zulegen wird. Bislang lag das Wachstumsziel bei drei bis sieben Prozent. Wichtig aber: Der Brenntag-Vorstand geht noch immer davon aus, dass die Wachstumsraten im zweiten Halbjahr höher ausfallen, als von Januar bis Juni.

Wir hatten uns erst im Vormonat mit dem Papier beschäftigt und mit Blick auf die laufenden Untersuchungen der Staatsanwaltschaft die Aktie nur den risikofreudigen Anlegern ans Herz gelegt. Aktuell notiert der Titel nur unwesentlich höher als damals – und bleibt risikoreich

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RaumEin Beitrag von Wolfgang Raum von Plusvisionen.de

Wolfgang Raum ist bereits seit mehr als 25 Jahren im Kapitalmarkt-Journalismus tätig, derzeit als freier Wirtschafts- und Börsenjournalist für einige Börsenbriefe und Banken-Newsletter, aber auch als Blogger. Von 2005 bis Sommer 2014 arbeitete er als Chefredakteur für das ZertifikateJournal. Zuvor verantwortete er mehr als fünf Jahre den renommierten Börsenbrief des Anlegermagazins CAPITAL, die CAPITAL Depesche. Der Derivate-Experte, zugleich Fan von Nebenwerten und Emerging Markets, ist zudem ein gern gesehener Experte bei Fernseh- und Radio-Interviews.

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Bildquellen: Wolfgang Raum / © Brenntag

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