Bildquelle: Pressefoto © SAP AG / Stephan Daub

SAP (WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600) ist am Donnerstagvormittag der mit Abstand größte Verlierer im DAX. Die Aktie wird belastet durch einen Gewinneinbruch im zweiten Quartal, der durch Abfindungen für Tausende ausscheidende Mitarbeiter und Übernahmekosten verursacht wurde.

Aktienboni belasten
Das Betriebsergebnis verringerte sich zwischen April und Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Fünftel auf 827 Mio. Euro, wie der Software-Konzern am Donnerstag bekanntgab. Auch die Auszahlung von Aktienboni an Beschäftigte des zuletzt gekauften milliardenteuren Unternehmens Qualtrics belasteten das Ergebnis.

Wachstumstreiber Cloud-Software
Bereinigt um solche Sonderfaktoren legte der operative Gewinn dagegen um 11 Prozent auf 1,8 Mrd. Euro zu. Vergleichbar stark verbesserte sich der bereinigte Umsatz auf 6,6 Mrd. Euro. Wachstumstreiber war hierbei das Geschäft mit Cloud-Software aus dem Internet, das einen Anstieg von 40 Prozent verzeichnete.

Massiver Stellenabbau
Die globale Nummer eins für Software zur Unternehmenssteuerung tauscht mit der Umstellung von klassischem Lizenzverkauf auf Abonnement-Produkte auch einen Teil der Belegschaft aus. Geplant war der Abbau von 4400 der knapp 100.000 Beschäftigten weltweit. Aus diesem Grund fielen im zweiten Quartal rund 200 Mio. Euro Kosten für den Konzernumbau an.

Deutlicher Aufwärtstrend
An der Börse setzt SAP am Donnerstagvormittag um 6 Prozent auf rund 112 Euro zurück. Trotz des Einbruchs sieht die charttechnische Lage weiterhin positiv aus. Die Aktie, die seit Jahresanfang um 30 Prozent zulegen konnte, notiert im Abstand von 11 Prozent über der 200-Tage-Linie und damit in einem deutlichen Aufwärtstrend.

Klarer Long-Kandidat
Das nächste Kursziel ist das Allzeithoch vom 3. Juli bei 124 Euro, womit sich aktuell ein Gewinnpotenzial von 11 Prozent errechnet. SAP bleibt nach wie vor ein klarer Long-Kandidat.

Anleger, die von der Stärke von SAP überzeugt sind, können mit einem Mini Future Long (WKN: MC06H7 / ISIN: DE000MC06H74) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben mit dem Short-Zertifikat (WKN: MF7EXL / ISIN: DE000MF7EXL4) die Chance, auf sinkende Kurse zu setzen.

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