Bildquelle: markteinblicke.de

Während die US-Börsen zu Beginn der Woche von Hoch zu Hoch klettern konnten, dominierte in Deutschland die Zurückhaltung. Konjunktursorgen und schwache Quartalszahlen waren der Grund für diese Entwicklung. Am Ende musste der Leitindex sogar eine negative Wochenperformance hinnehmen. Damit hat sich die deutsche Börse deutlich von der Wall Street abgekoppelt. Vielleicht ändert sich das im Wochenverlauf mit der zunehmenden Berichtssaison.

Deutschland

Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF (WKN: BASF11 / ISIN: DE000BASF111) überraschte Anfang Juli mit einer Gewinnwarnung für das zweite Quartal und das Gesamtjahr 2019. Da der DAX-Konzern zuvor bereits einen umfassenden Umbau angekündigt hatte, reagierten die Börsianer nur kurzzeitig geschockt. Die Hoffnung, dass der Umbau rasch Früchte trägt, wirkte sich beruhigend aus. Mehr dazu hier.

SAP (WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600) war am Donnerstag (und Freitag) der mit Abstand größte Verlierer im DAX. Die Aktie wird belastet durch einen Gewinneinbruch im zweiten Quartal, der durch Abfindungen für Tausende ausscheidende Mitarbeiter und Übernahmekosten verursacht wurde. Mehr dazu hier.

Die Erfolgsmeldungen reißen bei Wirecard (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060) nicht ab: Nachdem der Zahlungsdienstleister in den zurückliegenden Wochen zahlreiche neue Partnerschaften verkündet hat, konnte jetzt sogar Aldi als Kunde gewonnen werden. Mehr dazu hier.

Ryanair (WKN: A1401Z / ISIN: IE00BYTBXV33) hat den Geschäftsausblick aufgrund des Flugverbots der 737 MAX deutlich abgesenkt. Fluggesellschaften wie United Continental und Lufthansa (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125) bekommen durch diese Nachricht wieder Auftrieb.

International

Microsoft (WKN: 870747 / ISIN: US5949181045) bleibt weiter auf Erfolgskurs. Im zweiten Quartal legte der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um satte 49 Prozent auf 13,2 Mrd. US-Dollar zu. Dieser Zuwachs resultierte zwar auch maßgeblich aus einer Steuergutschrift über 2,6 Mrd. US-Dollar, doch auch beim operativen Ergebnis wurde ein kräftiges Plus von 20 Prozent verzeichnet. Die tollen Zahlen verdankt Microsoft dem boomenden Cloud-Geschäft mit IT-Diensten im Internet. Mehr dazu hier.

Die Aktie von Netflix (WKN: 552484 / ISIN: US64110L1061) steht im Donnerstag-Handel unter massivem Verkaufsdruck. Grund hierfür ist die Zahl der neuen Abonnenten, die weit unter den Prognosen liegt. So kamen im zweiten Quartal weltweit nur 2,7 Mio. neue Bezahlabos hinzu, wie der Online-Videodienst am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Mehr dazu hier.

Der Online-Händler eBay (WKN: 916529 / ISIN: US2786421030) hat Bilanz für das zweite Quartal gezogen und musste eingestehen, dass das Geschäft rückläufig war. Mehr dazu hier.

Wochenvorschau: Unternehmenstermine

In Sachen Unternehmensdaten wird es wieder spannend. Die Berichtssaison zum zweiten Quartal 2019 läuft weiter mit Schwung. Der Anlegerblick richtet sich kommende Woche unter anderem auf Coca-Cola, UBS, Software AG, Visa,  Snap (Dienstag); Boeing, Caterpillar, Covestro, Tesla, Facebook, Paypal – außerdem kommen Daimler, Deutsche Bank (Mittwoch); 3M, Nokia, Aixtron, Siltronic, VW, Alphabet, Amazon, Intel, Starbucks (Donnerstag); McDonalds, Twitter, Nestlé (Freitag).

Wochenvorschau: Konjunkturdaten

Einen tagesaktuellen Überblick über die wichtigsten Konjunkturdaten finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

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