Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Zum Wochenstart konnten nur europäische und US-Aktienindizes leichte Gewinne erzielen. Die Schätzungen einiger Juli-Einkaufsmanagerindizes am Mittwoch könnten – u.a. für Deutschland, die Eurozone und die USA – deutlichere Impulse bringen, wobei der neueste ifo-Geschäftsklimaindex, für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland, die meiste Beachtung finden wird.

Sollte sich die Schwäche im Verarbeitenden Gewerbe manifestieren und auch der Dienstleistungsindex erneut nachgeben, würde der Handlungsdruck auf die EZB weiter zunehmen. Zumindest wird von EZB-Präsident Draghi in der Pressekonferenz zum Zinsentscheid am Donnerstag eine konkrete Ankündigung der Zinssenkung für die Einlagenfazilität im September erwartet.

Auch wenn die konjunkturbelebende Wirkung fraglich ist, würde eine Enttäuschung der hohen Erwartungen sowohl den Aktien- als auch den Anleihekursen vorerst einen Dämpfer versetzen. Mit Blick auf Großbritannien, wird die Wahl des neuen Parteivorsitzenden der Tories zunächst kaum Auswirkungen auf die internationalen Kapitalmärkte haben – zumindest solange es erwartungsgemäß Boris Johnson wird. Erst nach der Sommerpause wird der Brexit-Prozess die Kurse wieder stärker bewegen.

Ein Kommentar von Carsten Mumm
Er ist Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel. Das Traditionshaus mit Sitz in Hamburg und München setzt auf qualifizierte und umfassende Beratung für vermögende Privatkunden, Unternehmer, Immobilienkunden und institutionelle Kunden.

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Bildquellen: Donner & Reuschel / Pressefoto Deutsche Börse AG

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