Bildquelle: Pressefoto Bayer AG

Eine positive Nachricht für Bayer (WKN: BAY001 / ISIN: DE000BAY0017)-Aktionäre: Der Chemiekonzern entgeht in einem Gerichtsverfahren in Kalifornien um den Unkrautvernichter Glyphosat einer Milliardenstrafe. Richterin Winifred Smith verringerte am Donnerstag den von einem Geschworenengericht festgelegten Schadenersatz für ein an Krebs erkranktes Ehepaar auf 86,7 Mio. US-Dollar. Ursprünglich lag der Betrag bei 2 Mrd. US-Dollar.

Bayer kündigt Berufung an
Den Antrag von Bayer, ganz auf eine Strafzahlung zu verzichten, folgte die Richterin aber nicht. Der DAX-Konzern sprach in einer Erklärung von einem Schritt in die richtige Richtung, kündigte jedoch Berufung gegen das Urteil an.

Ehepaar erkrankte
Das Ehepaar Alva und Alberta Pilliod macht die jahrzehntelange Verwendung des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup der Bayer-Tochter Monsanto für seine Erkrankung an Lymphdrüsenkrebs verantwortlich. Dieser Einschätzung folgte eine Jury im Mai.

Bayer handelte fahrlässig
Demnach hat Bayer es versäumt, vor dem Krebsrisiko des Herbizids zu warnen, womit das Unternehmen fahrlässig handelte. Die Geschworenen hatten Bayer deshalb zu einem Schadenersatz von 55 Mio. US-Dollar und einem Strafschadenersatz von 2 Mrd. US-Dollar verurteilt.

200-Tage-Linie im Visier
Die Aktie von Bayer ist am Freitagvormittag mit einem Plus von rund 1 Prozent in den Handel gestartet (aktuell: 59,90 Euro). Der Abstand zur 200-Tage-Linie hat sich damit auf -5 Prozent verringert. Sollte dieser gleitende Durchschnitt zurückerobert werden, würde dies ein neues Kaufsignal bedeuten. Nächstes Kursziel ist dann das bisherige 2019er-Top vom März bei knapp 73 Euro.

Hier liegen die nächsten Unterstützungen
Sollte Bayer dagegen erneut den Rückwärtsgang einlegen, liegen die nächsten Unterstützungen bei 52,53 Euro, dem Tief vom Juni, und in Höhe der runden 50er-Marke. Im Fall eines Durchbruchs nach unten eröffnet sich weiteres Korrekturpotenzial bis 40 Euro.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der Bayer-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des DAX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: HX5675 / ISIN: DE000HX56758) auf der Long-Seite an. Pessimisten haben mit passenden Short-Produkten (WKN: HX5419 / ISIN: DE000HX54191) die Gelegenheit, gehebelt auf fallende Kurse der Bayer-Aktie zu setzen.

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[…] Der Verkauf ist Teil der aktuellen Bayer-Strategie, Geschäftsteile abzustoßen und die Schulden nach der teuren Übernahme des Saatgutkonzerns Monsanto zu […]

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[…] um auf dem Gebiet der digitalen Gesundheit Fuß zu fassen. Dennoch belasten Bayer nach wie vor die Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten. Ohne eine vernünftige und bezahlbare Lösung dürfte es für die Bayer-Aktie schwierig werden, an […]