Bildquelle: Pressefoto Lufthansa

Lufthansa (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125) präsentiert am Dienstag die Zahlen für das zweite Quartal. Die Aktionäre warten dabei vor allem gespannt auf die Prognose des Vorstandsvorsitzenden Carsten Spohr für den weiteren Jahresverlauf.

Konzernumbau wird diskutiert
Noch spannender ist aber ein anderes Thema: Wie das Handelsblatt berichtet, denken der Vorstand und der Aufsichtsrat von Lufthansa über einen größeren Konzernumbau nach. Demnach wird auch über eine Holding-Struktur diskutiert. Ziel sei es dabei, den Konzern schlanker und effizienter zu machen.

Die Lufthansa soll schlanker werden
Laut dem Handelsblatt fordern Investoren schon länger eine schlanke Holding. Auch der Aufsichtsrat dränge auf eine Reduzierung der Komplexität. So beschäftige sich eine Arbeitsgruppe bereits mit der Überarbeitung der Matrixstruktur. Die Verteilung von Zuständigkeiten auf vier Standorte habe zwar Vorteile, aber auch Ineffizienzen und einen erhöhten Reiseaufwand zur Folge.

Ryanair ebenfalls unter Druck
Lufthansa sieht sich weiterhin mit einem harten Preiskampf in Deutschland konfrontiert. Dieser schlägt sich auch in den Geschäftszahlen von Ryanair (WKN: A1401Z / ISIN: IE00BYTBXV33) nieder. Im zweiten Quartal erzielte Europas größter Billigflieger einen Gewinn von 243 Mio. Euro und damit 21 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Zwar erhöhten sich die Zahl der Passagiere und der Umsatz um jeweils elf Prozent. Dies gelang aber nur, weil Ryanair die Ticketpreise im Schnitt um sechs Prozent senkte. Zusatzerlöse etwa für Sitzplätze nach Wunsch fingen den Rückgang auf.

Die Kosten steigen
Belastend wirkten sich gestiegene Kosten für Treibstoff, Flughafengebühren und Personal aus. Vor allem das ständig weiter wachsende Angebot an Billigflügen in Deutschland macht es für die Anbieter immer schwieriger, den Gewinn zu steigern.

Massiver Kursverlust bei der Lufthansa
Der hohe Wettbewerbsdruck spiegelt sich auch im Kursverlauf von Lufthansa wider. Seit dem Top vom Dezember 2017 bei rund 31 Euro ging es für die Aktie von Lufthansa um rund 50 Prozent nach unten (aktuell: 15,18 Euro).

Aktie im Abwärtstrend
Der Kurs notiert im Abstand von 22 Prozent unter der 200-Tage-Linie und damit in einem stark ausgeprägten Abwärtstrend. Im Fall weiterer Rückschläge liegt ein mittelfristiges Korrekturziel bei 10 Euro.

Anleger, die von der Schwäche von Lufthansa überzeugt sind, können mit einem Short Mini Future (WKN: VF5Q7G / ISIN: DE000VF5Q7G8) gehebelt von Kursverlusten profitieren. Optimisten haben mit dem Long Mini Future auf den DAX-Wert (WKN: VN7S10 / ISIN: DE000VN7S105) die Chance, auf steigende Kurse zu setzen.

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Bildquelle: Pressefoto Lufthansa

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[…] Jahr noch keine Gewinne erzielen und bleibt damit das Sorgenkind der Fluggesellschaft. Den Konzernplänen von Lufthansa nach soll Eurowings erst im Jahr 2021 wieder profitabel werden. Dies war eigentlich schon für das […]