Bildquelle: Pressefoto Federal Reserve

Gerechnet wird mit einer Senkung des Leitzinses in den USA um mindestens 25 Basispunkte. Dabei steht Fed-Präsident Powell gleich von drei Seiten unter Zugzwang, denn nicht nur der Markt hat eine klare Erwartungshaltung. Unentwegt äußert US-Präsident Trump sein Unverständnis über das aus seiner Sicht zu hohe Zinsniveau, das die Konjunktur unnötig belaste.

Tatsächlich nahmen die wirtschaftliche Dynamik und der inflationäre Druck auch in den USA zuletzt ab. In der vergangenen Woche kündigte dann auch noch die Europäische Zentralbank (EZB) weitere expansive geldpolitische Schritte an. Grund ist die sich immer deutlicher abzeichnende konjunkturelle Abkühlung in der Eurozone. Den jüngsten Beleg dafür lieferte die aktuelle Veröffentlichung des GfK-Konsumklimaindex mit 9,7 Punkten.

Seit Anfang 2019 schwächte sich die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage der befragten Verbraucher stetig ab. Hintergrund dafür ist unter anderem die sich immer weiter ausdehnende Rezession der deutschen Industrie, die über kurz oder lang auch Arbeitsplätze gefährdet. Daher sollte auch der Arbeitsmarktbericht für Deutschland in dieser Woche beachtet werden. Es besteht die konkrete Gefahr, dass der Konsum, eine der wenigen verbleibenden Konjunkturstützen in Deutschland, in den kommenden Monaten weiter an Dynamik verliert.

Ein Kommentar von Carsten Mumm
Er ist Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel. Das Traditionshaus mit Sitz in Hamburg und München setzt auf qualifizierte und umfassende Beratung für vermögende Privatkunden, Unternehmer, Immobilienkunden und institutionelle Kunden.

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Bildquellen: Donner & Reuschel / Pressefoto Federal Reserve

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