Bildquelle: Pressefoto Deutsche Telekom

Die nun genehmigte Fusion war zwar absehbar, dennoch wird diese Nachricht an den Märkten sehr positiv aufgenommen und verhilft der Telekom-Aktie (WKN: 555750 / ISIN: DE0005557508) am Montag an die Spitze des DAX. Ein weiteres spannendes Thema ist weiterhin der 5G Ausbau im Kernmarkt, Deutschland.  

Europas größtes Telekommunikationsunternehmen profitiert weiter vom Wachstum des US-Geschäfts. T-Mobile US (WKN: A1T7LU / ISIN: US8725901040) verkündete im letzten Jahr ein milliardenschweres Projekt zum Aufbau eines US-weiten 5G-Netzes in Kooperation mit dem Netzwerkausrüster Nokia. Ein weiterer Beleg für den Erfolg der Telekom-Tochter ist der Rekord-Quartalszuwachs im abgelaufenen 2. Quartal. Weiterhin bleibt jedoch das Geschäft in Deutschland die maßgebliche Determinante des Konzernerfolgs. Die Halbjahreszahlen auf Konzernebene werden am Donnerstag den 8. August vor Handelsbeginn veröffentlicht.

T-Mobile US Chef John Legere kündigte an, dass die Fusion die US-Tochter zu einem „größeren und kühneren Wettbewerber als je zuvor“ heranwachsen lässt. Die Unternehmensführung betont besonders, dass dies den Verbrauchern zugutekäme, da Sie den Wettbewerb in den vereinigten Staaten fördere und so zu niedrigeren Preisen führe. Diese Sicht teilen Verbraucherschützer nicht, die Fusion von dem dritt- und viertgrößtem Mobilfunkanbieter wird laut der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James zu steigenden Preisen führen.

Am Freitag erzielte T-Mobile die Einigung mit dem US-Justizministerium. Es müssen mehrere Unternehmensteile an den Satellitenbetreiber Dish verkauft werden, dieser zahlt USD 5 Mrd., für Funkfrequenzen und Prepaid-Kunden. Damit wird ein Teil der ca. USD 26 Mrd. die die Telekom Tochter für die Fusion mit Sprint aufwendet wieder in die Kasse gespült. Der Deal soll über einen Aktientausch abgewickelt werden, wobei die Telekom mit 42 % den größten Anteil am fusionierten Unternehmen übernehmen möchte. Aktuell hält der Deutsche Mutter Konzern noch 63 % der Aktien an T-Mobile US.

Weiterhin beinhaltet die Einigung das Versprechen den Ausbau des 5G-Netzes voranzutreiben. Die Telekom schätzt die Einsparungen durch Synergieeffekte auf knapp USD 6 Mrd. pro Jahr und insgesamt ca. USD 43 Mrd.. Diese sollen vor allem aufgrund von vermindertem Personalbedarf und geringerer Betriebs- und Investitionskosten für das Netz entstehen. Polo Tang, Analyst bei der UBS, hält eine höhere Bewertung der Telekom Aktie für angebracht. Selbst ohne Synergien schätzt er den fairen Wert auf EUR 18,30 je Aktie und spricht eine Kaufempfehlung aus, auch Barclays hob das Ziel am Montag auf EUR 17,60 an…

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Telekom

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