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Die Bauzinsen liegen auf einem neuen Rekordtief. Und Zinsexperten prognostizieren auch auf Jahressicht keine nachhaltige Trendwende, das zeigt eine Umfrage von Interhyp.

Die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen liegen deutlich unter einem Prozent. Bestkonditionen liegen teilweise sogar nur bei rund 0,5 Prozent. Das ist einmalig in der Geschichte der Bundesrepublik, berichtet Interhyp im aktuellen August-Zinsbericht.

Wie die Umfrage von Interhyp unter Zins-Experten von zehn deutschen Kreditinstitute zeigt, ist auch kurzfristig und auch längerfristig eine anhaltend günstige Zinslandschaft zu erwarten. Einige Experten halten mittel- bis langfristig sogar fallende Zinsen für möglich. Neben der Niedrigzinspolitik der Notenbanken sind vor allem wirtschaftliche und politische Unsicherheiten wie Handelskonflikte und der Brexit Ursache für die niedrigen Bauzinsen, berichtet Interhyp. Denn dadurch steige die Nachfrage nach Bundesanleihen und deren Renditen sinken. Baugeld, das sich an der Entwicklung langfristiger Anleihen orientiert, ist in der Folge ebenfalls günstig, heißt es weiter.

Nachdem die EZB bei ihrer letzten Sitzung am 25. Juli noch keine Schritte unternommen hat, rechnen viele Experten damit, dass sie den Einlagezinssatz bei ihrer nächsten Sitzung im September senken wird. Zudem wird erwartet, dass neben niedrigeren Zinsen das Anleihekaufprogramm wieder starten wird. Die amerikanische Notenbank Fed hat bereits gehandelt. Sie hat am 31. Juli wie erwartet erstmals seit einem Jahrzehnt die Zinsen herabgesetzt – um einen Viertelprozentpunkt auf 2,0 bis 2,25 Prozent, so Interhyp.

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Gerade heute schreibt der Spiegel, dass eine Blase am Immobilienmarkt immer wahrscheinlicher wird. Wenn man sich zurückerinnrert: Der Markt in den USA oder in Spanien nach der Finanzkrise 2007/2008 war ebenfalls um 30 Prozent überbewertet. Wenn dann die Anschlussfinanzierungen fällig werden und die Zinsen steigen oder in Berlin der Mietendeckel kommt, dann könnte es platzen

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