Bildquelle: Pixabay / shanghaibowen

Gerade hat die US-Regierung die Einführung von neuen Strafzöllen auf die Einfuhr einiger chinesischer Waren auf den 15. Dezember verschoben oder sogar ganz gestrichen. Allerdings heißt dies noch lange nicht, dass der Handelsstreit zwischen China und den USA bald beendet ist. Der Handelskonflikt dürfte uns noch eine Weile begleiten.

Schließlich sind Zölle nicht das einzige, worüber die Weltmächte streiten. Entsprechend werden sich auch chinesische Unternehmen wie Tencent (WKN: A1138D / ISIN: KYG875721634) weiterhin mit Handelsfragen beschäftigen müssen. Umso mehr wird man beim chinesischen Internetunternehmen froh sein, dass die wichtigen Geschäfte mit Videospielen im zweiten Quartal 2019 wieder anziehen konnten.

Auch diese Belebung brachte Tencent im Juni-Quartal gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus von 21 Prozent auf 88,8 Mrd. Yuan (umgerechnet 11,3 Mrd. Euro) ein. Im Bereich Online-Spiele lag das Umsatzplus bei 8 Prozent auf 27,3 Mrd. Yuan. Ein positives Zeichen, nachdem einige Beschränkungen von Behördenseite Tencent zuvor hart getroffen hatten. Das Unternehmen musste für eine Veröffentlichung seiner Spiele eine Genehmigung einholen. Diese Beschränkung ist nun weggefallen. Besonders gut lief es bei Smartphone-Spielen. Diese generierten ein Umsatzplus von 26 Prozent auf 22,2 Mrd. Yuan.

Der den Anteilseignern zurechenbare Nettogewinn lag auf Konzernebene bei 24,1 Mrd. Yuan. Ein Anstieg von 35 Prozent im Vorjahresvergleich. Auf der Ergebnisseite konnte Tencent die Markterwartungen schlagen, bei den Erlösen blieb man jedoch unter den Prognosen. Auch weil das schwierige wirtschaftliche Umfeld das Geschäft mit der Online-Werbung in Mitleidenschaft zog und auch in der zweiten Jahreshälfte laut Unternehmenseinschätzung weiter belasten dürfte. Dafür konnten andere Bereiche wie FinTech und das Cloud-Segment auftrumpfen.

Einen wahren Trumpf hält Tencent mit seiner Partnerschaft mit der US-Basketball-Liga NBA in der Hand. Diese wurde gerade um fünf Jahre verlängert. Damit steht Tencent weiterhin für die größte NBA-Partnerschaft außerhalb der USA. Dies ist besonders interessant, da die Chinesen als basketballverrückt gelten. Neben dem Streaming von Live-Spielen und dazugehörigen Inhalten werden in China spezielle an die NBA angelegte Online-Spiele oder Social-Media-Angebote betrieben.

In der letzten Saison sahen sich 490 Millionen Fans die verschiedenen NBA-Inhalte auf den Tencent-Plattformen an. Mithilfe der NBA-Partnerschaft und der Erholung der Videospiele-Sparte könnten Anleger die Negativschlagzeilen in Bezug auf den Handelsstreit und die schlechte wirtschaftliche Stimmung ausblenden und der Tencent-Aktie doch noch zu einer Erholung verhelfen.

Anleger, die von der Stärke von Tencent überzeugt sind, können mit einem Mini-Future Long (WKN: MC2K3D / ISIN: DE000MC2K3D9) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: MC3C8R / ISIN: DE000MC3C8R7) die Gelegenheit auf fallende Kurse der Tencent-Aktie zu setzen.

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