Bildquelle: markteinblicke.de

Im Juli kletterte die Darlehenshöhe bei Immobilienfinanzierungen erneut auf ein Rekordhoch. Die Standardrate fiel weiter, während der Beleihungsauslauf einen leichten Anstieg erlebte. Dies stellte der Finanzdienstleister Dr. Klein im Rahmen seines aktuellen Trendindikators Baufinanzierung (DTB) fest.

Immobiliensuchende müssen laut Dr. Klein weiterhin steigende Preise akzeptieren – und sie mit immer höheren Krediten finanzieren. Für die eigenen vier Wände schließen sie im Juli Darlehensverträge über durchschnittlich 263.000 Euro ab – das sind rund 4,4 Prozent bzw. 11.000 Euro mehr als noch im Monat zuvor. Käufer und Bauherren kommen dabei aber die extrem niedrigen Zinsen zugute, die Monat für Monat neue Tiefstwerte verzeichnen. Die Standardrate, die für einen Kredit in Höhe von 150.000 Euro mit 2 Prozent Tilgung und 80 Prozent Beleihungsauslauf berechnet wird und für Vergleichbarkeit sorgt, war demzufolge noch nie so niedrig wie im Juli: Mit 396 Euro liegt sie zum ersten Mal unter der 400-Euro-Marke und acht Euro unter dem Vormonatswert, heißt es weiter.

Im Vergleich zum Juni steigt der Beleihungsauslauf um leichte 0,2 Prozent und beträgt damit im Durchschnitt 84,49 Prozent. Angesichts der hohen Preise für Wohneigentum können viele Kreditnehmer vor allem in Ballungsgebieten nicht mehr die früher empfohlenen 20 Prozent Eigenkapital plus Nebenkosten leisten. Mittlerweile sorgt das breite Marktumfeld allerdings für gute Finanzierungsangebote auch bei hohem Beleihungsauslauf – die entsprechende Bonität vorausgesetzt. Dass Darlehensnehmer nach wie vor darauf achten, ihre Finanzierung sicher zu gestalten, zeigt die konstant hohe Tilgung von durchschnittlich 2,82 Prozent und die lange Zinsbindung von rund 13 Jahren und 11 Monaten. Damit zahlen sie die Kredite zügig ab und legen die historisch niedrigen Zinsen für einen langen Zeitraum fest. Sofern danach eine Anschlussfinanzierung nötig ist, bedeutet dies einen geringeren Darlehensbetrag und günstigere Konditionen, so Dr. Klein.

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