Bildquelle: Pressefoto Lufthansa

Die Lufthansa (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125)-Tochtergesellschaft Eurowings wird voraussichtlich auch im nächsten Jahr noch keine Gewinne erzielen und bleibt damit das Sorgenkind der Fluggesellschaft. Den Konzernplänen von Lufthansa nach soll Eurowings erst im Jahr 2021 wieder profitabel werden. Dies war eigentlich schon für das laufende Jahr geplant.

Hoher Verlust
Eurowings steckt tief in den roten Zahlen fest. Obwohl sich die Umsätze im ersten Halbjahr dieses Jahres um 3 Prozent auf 17,5 Mrd. Euro verbesserten, wurde ein Verlust von 116 Mio. Euro eingefahren (1. Halbjahr 2018: +713 Mio. Euro). Ein Grund hierfür ist der tobende Preiskrieg mit den Konkurrenten Easyjet (WKN: A1JTC1 / ISIN: GB00B7KR2P84) und Ryanair (WKN: A1401Z / ISIN: IE00BYTBXV33).

Maßnahmenpaket soll die Trendwende bringen
Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte schon mehrfach angekündigt, bei der Preisschlacht nicht mitzumachen und kritisierte in dieser Woche erneut die Kampfpreise der Konkurrenz. Nun steuert Spohr bei Eurowings auch intern gegen. Die Langstrecke soll künftig bei der Muttergesellschaft bleiben, die belgische Brussels Airlines wird doch nicht Teil der Billigfluglinie, sondern soll stärker an die Netzwerk-Airlines andocken. Außerdem wurde der Ausbau des Flugangebots bereits abgeblasen.

Kosten sollen sinken
Eurowings-Chef Thorsten Dirks Aufgabe ist es nun, die Kosten kräftig zu senken. Deshalb steht die angedachte Übernahme der Thomas-Cook-Tochter Condor inzwischen nicht mehr zur Diskussion.

Zahlreiche Belastungsfaktoren
Der Flugmarkt wird derzeit belastet von Überkapazitäten und aggressiver Konkurrenz. Der Lufthansa machen außerdem der Konjunktureinbruch und die steigenden Treibstoffpreise zu schaffen.

Massiver Kursverlust
Die schlechten Geschäftszahlen und die eingetrübten Aussichten schlagen sich bei der Lufthansa auch in der Kursentwicklung nieder. Seit den Höchstständen von Ende 2017 bei 31 Euro ging es für die Aktie um 57 Prozent nach unten (aktuell: 13,15 Euro).

Short-Kandidat
Dabei wurde am vergangenen Donnerstag ein 2-Jahres-Tief bei 12,84 Euro markiert. Sollte diese Unterstützung durchbrochen werden, liegt das nächste Korrekturziel bei 10 Euro. Lufthansa bleibt weiterhin ein klarer Short-Kandidat.

Anleger, die von der Schwäche von Lufthansa überzeugt sind, können mit einem Discount-Put-Optionsschein (WKN: HZ1KG4 / ISIN: DE000HZ1KG48) gehebelt von Kursverlusten profitieren. Optimisten haben mit dem Discount-Call-Optionsschein (WKN: HZ0PUQ / ISIN: DE000HZ0PUQ3) die Chance, auf steigende Kurse zu setzen.

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