Bildquelle: markteinblicke.de

Gold gilt seit jeher als so genannter Sicherer Hafen. Anleger erhöhen den Goldanteil in ihren Depots immer dann, wenn die Märkte verrückt zu spielen scheinen und sich eine wirtschaftliche Abschwächung abzeichnet. Auch jetzt sind die Risiken für die Börsen in großer Zahl vorhanden. In erster Linie wäre der Handelsstreit zwischen China und den USA zu nennen. Ende vergangener Wochen kündigte das chinesische Handelsministerium, Zölle von 5 bis 10 Prozent auf US-Importe im Volumen von rund 75 Mrd. US-Dollar an. Die Reaktion der US-Seite ließ nicht lange auf sich warten.

US-Präsident Donald Trump kündigte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter die Einführung von Strafzöllen auf sämtliche chinesischen Importe an. Außerdem nimmt er die US-Unternehmen immer mehr ins Visier. So sollen sich US-Firmen nach Alternativen zu China umsehen. An den US-Börsen sorgten diese Entwicklungen für ein heftiges Beben. Auch wenn sich die Situation relativ schnell wieder entspannte und die Parteien schnell zu Verhandlungen zurückkehren möchten, könnte Trump jederzeit mit nur einem einzigen Twitter-Tweet den Handelsstreit erneut eskalieren lassen und damit die Märkte in Angst und Schrecken versetzen.

Angesichts dieses Durcheinanders ist es wenig verwunderlich, dass der Goldpreis zu Beginn dieser Woche auf ein neues Sechsjahreshoch sprang und über der Marke von 1.550 US-Dollar pro Feinunze notierte. In Euro gerechnet erreichte das gelbe Edelmetall mit knapp 1.400 Euro sogar einen neuen Rekordstand. In US-Dollar gerechnet liegt das Allzeithoch mit 1.921 US-Dollar noch ein ganzes Stück entfernt, allerdings könnten sich die Notierungen weiter in diese Richtung bewegen. Schließlich werden die Fantasien der Goldpreis-Bullen auch von der Fed-Politik angefacht.

Auf den Notenbanker-Treffen in Jackson Hole machte Fed-Chef Jerome Powell deutlich, dass die US-Währungshüter den Handelsstreit zwischen China und den USA im Blick haben und Maßnahmen ergreifen werden, um der US-Wirtschaft zu einem anhaltenden Wachstum zu verhelfen. Damit könnten weitere Leitzinssenkungen folgen, nachdem die Fed diese Ende Juli erstmals seit der Finanzkrise gesenkt hatte.

Auch die EZB hält an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest. Vielmehr hatte Notenbank-Chef Mario Draghi auch im Fall der EZB Leitzinssenkungen ins Spiel gebracht, falls die Inflation in der Eurozone nicht anziehen und sich die wirtschaftliche Situation merklich verschlechtern sollte. Ein weiterer Grund, warum der Goldpreis seine positive Entwicklung fortsetzen könnte.

Anleger, die von der Goldpreis-Stärke überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat Long (WKN: MC24N2 / ISIN: DE000MC24N25) gehebelt von Preissteigerungen profitieren. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: MC3FNG / ISIN: DE000MC3FNG4) die Gelegenheit auf fallende Gold-Notierungen zu setzen.

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