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An den Aktienmärkten hoffen Anleger auf eine baldige Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China, auf eine Verständigung im Iran-Konflikt, auf eine zeitnahe Erholung der schwächelnden globalen Konjunktur, vermutlich sogar auf eine Alternative zum harten Brexit und vor allem wieder auf die Notenbanken.

Anders ist die Erholung von DAX & Co. seit Mitte August nicht zu erklären. Die realwirtschaftlichen Fakten in Deutschland und der Eurozone hingegen rechtfertigen kaum steigende Aktiennotierungen. Anders sieht es bisher in den USA aus, wo vor allem der robuste Konsum bisher noch die wirtschaftliche Dynamik aufrecht hält.

Vor diesem Hintergrund sind in dieser Woche die Veröffentlichung der ISM-Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe und die Dienstleistungen sowie der US-Arbeitsmarktbericht von Interesse. Die ISM-Indizes deuteten zuletzt eine Abschwächung des US-Wachstums an, während sich der Arbeitsmarkt weiter nahe der Vollauslastung befindet. Sollten sich die Daten verschlechtern, steigt der Druck auf die US-Notenbank Fed, Mitte September erneut die Leitzinsen zu senken.

Von der Europäischen Zentralbank EZB wird dies von der Marktteilnehmern hingegen schon in der kommenden Woche sicher erwartet. Diese Hoffnung dürfte nicht enttäuscht werden und das sollte die Aktienkurse weiter unterstützen.

Ein Kommentar von Carsten Mumm
Er ist Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel. Das Traditionshaus mit Sitz in Hamburg und München setzt auf qualifizierte und umfassende Beratung für vermögende Privatkunden, Unternehmer, Immobilienkunden und institutionelle Kunden.

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