Bildquelle: Pressefoto Jan Oelker / Nordex

Waren das noch Zeiten… Anfang April schoss die Nordex-Aktie (WKN: A0D655 / ISIN: DE000A0D6554) regelrecht in die Höhe und erreichte ihr Jahreshoch bei 15,68 Euro. Damit hatte sich der Kurs des TecDAX- und SDAX-Wertes in den ersten drei Monaten des Jahres 2019 verdoppelt. Inzwischen ist von dieser Euphorie am Aktienmarkt rund um den Hamburger Windturbinenhersteller jedoch kaum noch etwas zu spüren. Die 2019er-Performance kann sich angesichts eines Kurszuwachses von immer noch mehr als 25 Prozent weiterhin sehen lassen, allerdings glaubten Anleger schon wesentlich weiter zu sein.

Nordex kämpft unter anderem mit den Schwächen auf dem deutschen Heimatmarkt. 35 errichtete Windräder im ersten Halbjahr des Jahres ausgerechnet in Deutschland, dem langjährigen Musterschüler in Sachen Energiewende, sind eine Enttäuschung. Der von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier einberufene Krisengipfel zur Windenergie brachte nicht den erhofften Durchbruch.

Zumindest wollen die Beteiligten wie Vertreter der Windenergiebranche, Bürgerinitiativen und Kommunen im Gespräch bleiben. Vielleicht können sie doch noch so manche Einigung erzielen und dazu beitragen, planungs- und genehmigungsrechtliche Hürden für die Errichtung von Windrädern abzubauen. Schließlich sollen vor allem mithilfe der Windenergie ambitionierte Ziele erreicht werden. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien im Stromsektor in Deutschland auf 65 Prozent ansteigen.

Auch wenn es für Nordex und andere Branchenvertreter auf dem deutschen Windenergiemarkt alles andere als rund läuft, kann sich Nordex derzeit ordentlich aus der Affäre ziehen. Dem Unternehmen kommt seine breite Aufstellung zugute. So zeigte sich die Auftragslage zuletzt deutlich erholt. Allein im zweiten Quartal bestellten Kunden Turbinen mit einer Gesamtleistung von 2.003,3 Megawatt für Windparkprojekte in insgesamt 12 Ländern. Fast eine Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr.

Die verbesserte Auftragsentwicklung ist ein Grund, warum das Management nach einer schwächeren ersten Jahreshälfte von einem deutlich höheren Aktivitätsniveau mit signifikant höheren Umsatzerlösen in der zweiten Jahreshälfte ausgeht. Für das laufende Jahr geht man bei Nordex von einem Konzernumsatz von 3,2 bis 3,5 Mrd. Euro aus. Die EBITDA-Marge wird bei 3,0 bis 5,0 Prozent gesehen. 2018 lagen die Umsatzerlöse bei 2,46 Mrd. Euro, während die EBITDA-Marge einen Wert in Höhe von 4,1 Prozent erreichte.

Auch wenn der Erholungsversuch der Nordex-Aktie dieses Mal etwas vielversprechender aussah als in den Jahren zuvor, hat auch er sich als ein Strohfeuer erwiesen. Zumindest hat sich Schnäppchenjägern nach dem jüngsten Kursrücksetzer eine erneute Einstiegsgelegenheit aufgetan. Darüber hinaus besteht die Aussicht, dass die Erholung der Auftragslage eine Weile anhält und die Aktie damit endlich die erhoffte nachhaltige Erholung angehen kann.

Anleger, die von der Stärke von Nordex überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat Long (WKN: MC30CL / ISIN: DE000MC30CL6) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: MC2YW4 / ISIN: DE000MC2YW40) die Gelegenheit auf fallende Kurse der Nordex-Aktie zu setzen.

Bildquelle: Pressefoto Jan Oelker / Nordex

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