Bildquelle: markteinblicke.de

Der Staat tut viel, um den Menschen hierzulande zu helfen, sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Vor allem Familien mit Kindern werden gefördert. Trotzdem bleibt dieser Traum in vielen Fällen unerreichbar. Eine Analyse von immowelt.de kommt nun zu dem Ergebnis, dass sich Wohneigentum oft nur Akademiker-Familien leisten können.

Für Arbeitnehmer, die keinen Hochschulabschluss haben, ist der Immobilienkauf laut immowelt.de aufgrund steigender Kaufpreise kaum noch zu leisten. Haben beide Elternteile einen akademischen Abschluss, können sie der Analyse zufolge in 11 der 14 untersuchten Städte die monatliche Belastung für den Kauf einer Eigentumswohnung finanziell stemmen. In den begehrten Metropolen wie Berlin und Hamburg sei der Immobilienkauf häufig auch für Akademiker-Familien nur schwer zu realisieren.

Noch schwieriger sei es in München, wo selbst eine Akademiker-Familie 42 Prozent ihres Haushaltseinkommens aufbringen muss. In der Landeshauptstadt ist das Einkommen zwar hoch, aber die Kaufpreise für Eigentumswohnungen in den vergangenen Jahren explodiert. Nimmt man eine Familie als Grundlage, bei der beide Eltern eine Berufsausbildung gemacht haben, aber nicht auf einer Hochschule waren, ist der Immobilienkauf deutlich seltener ratsam. In Berlin fließen 44 Prozent des Nettoeinkommens in die Rückzahlung des Kredits, in München sogar 58 Prozent. Auch in Düsseldorf (36 Prozent), Frankfurt (40 Prozent) oder Hamburg (42 Prozent) ist die Belastung hoch und die Kaufentscheidung sollte gut kalkuliert und wohl überlegt sein, so immowelt.de.

Geringere Bedenken können Familien hingegen in Dortmund und Essen haben, wo weniger als ein Viertel des Gehalts in die Wohnung fließt. Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss haben hingegen kaum eine Chance, den Traum vom Eigenheim in einer Großstadt zu verwirklichen. In den meisten Städten geht rund die Hälfte des Einkommens für die monatliche Rate weg – in München sind es sogar fast drei Viertel. Geld zum Leben bleibt dadurch kaum übrig. Einzig in Dortmund und Essen, wo die monatliche Belastung rund 30 Prozent beträgt, ist der Wohnungskauf noch realistisch, heißt es weiter.

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