Bildquelle: Pressefoto ThyssenKrupp

Das Personalkarussell dreht sich wieder: Der kriselnde Stahlkonzern thyssenkrupp (WKN: 750000 / ISIN: DE0007500001) will die Aufsichtsratschefin Martina Merz möglichst schnell zur neuen Vorstandsvorsitzenden machen. Mit dem amtierenden Vorstandschef Guido Kerkhoff solle der Aufsichtsrat „Verhandlungen über eine zeitnahe Beendigung seines Vorstandsmandates“ aufnehmen.

Vertrauen verloren
Der geplante Personalwechsel zeigt deutlich, wie angeschlagen der Essener Konzern derzeit ist. Für das im September abgeschlossene Geschäftsjahr 2018/2019 wird thyssenkrupp einen hohen Verlust verbuchen. Kerkhoff hatte zuletzt mit mehreren Prognosesenkungen und Strategiewechseln das Vertrauen der Anleger verloren. Außerdem schied thyssenkrupp aufgrund massiver Aktienkursverluste jüngst aus dem DAX aus.

Zukunft von Aufzugsparte fraglich
Derzeit versucht Kerkhoff, durch einen Teil- oder Komplettverkauf der rendite- und cash-starken Aufzugsparte die Finanzlöcher zu stopfen und den Konzern zu zerlegen. Grundsätzlich hatte der Aufsichtsrat diesem Plan auch zugestimmt. Allerdings fürchten einige Top-Manager des inzwischen im MDAX gelisteten Unternehmens, dass der Konzern so von überlebenswichtigen Cash-Quellen abgeschnitten wird. Wie es für die Aufzugsparte weitergeht, bleibt somit weiterhin ungewiss.

Leichter Abwärtstrend
An der Börse reagierte die Aktie von thyssenkrupp auf die neuesten Personalpläne am Mittwoch mit einem weiteren Rücksetzer von 2,2 Prozent (aktuell: 12,20 Euro). Die Aktie notiert jetzt im Abstand von 5 Prozent unter der 200-Tage-Linie und damit in einem leichten Abwärtstrend.

Charttechnik bleibt angespannt
Für ein neues Kaufsignal müsste genau dieser gleitende Durchschnitt zurückerobert werden. Sollten die Kursverluste dagegen ausgeweitet werden, liegt das nächste Korrekturziel bei 9,41 Euro, dem 13-Jahres-Tief vom 15. August. Die charttechnische Situation bleibt damit für thyssenkrupp nach wie vor angespannt.

Anleger, die auf einen Abwärtstrend der thyssenkrupp-Aktie setzten und sogar überproportional von fallenden Kursen des neuen MDAX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: VF5RAF / ISIN: DE000VF5RAF9) auf der Short-Seite an. Optimisten haben ebenfalls mit passenden Long-Produkten (WKN: VF9LLF / ISIN: DE000VF9LLF1) die Gelegenheit, auf steigende Kurse der thyssenkrupp-Aktie zu setzen.

Bildquelle: Pressefoto ThyssenKrupp

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