Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Solange sich der Markt über 12.294 bewegt, ist das technische Bild in Ordnung und der DAX jederzeit in der Lage, die Rally von Anfang September nach einer erfolgreichen Konsolidierungsphase fortzusetzen.

Rückenwind erhielt der Markt heute Morgen aus China. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex ist im September entgegen den Markterwartungen gestiegen. Das Plus von 50,4 auf 51,4 Punkte markierte zudem den größten Zuwachs seit Februar 2018. Auch Daten aus der Eurozone machten den Anlegern wieder Mut und nährten die Hoffnungen auf das mögliche Erreichen der konjunkturellen Talsohle in naher Zukunft.

Am Nachmittag fiel zudem der Euro erstmals seit zwei Jahren wieder unter die Marke von 1,09 US-Dollar und macht sich damit in Richtung Parität auf. Eine zunehmend schwächere Gemeinschaftswährung stützt Europas Exporteure und damit auch den Gesamtmarkt. Zumindest solange, bis US-Präsident Trump wieder Strafzölle gegen die Europäische Union wegen einer unterstellten Währungsmanipulation ins Spiel bringt.

Die Technologeititel an der Wall Street reagieren positiv auf die Nachrichten, dass die amerikanische Regierung wohl doch keinen Boykott chinesischer Unternehmen an der US-Börse plant. Damit haken die Anleger das Thema erst einmal wieder ab. Sie interpretieren die Meldungen als ein Versuchsballon, um auszutesten, wie die Märkte darauf reagieren. Sollten die Gespräche zwischen China und den USA in der kommenden Woche allerdings scheitern, könnte das Thema schnell wieder auf die Agenda kommen.

Jochen Stanzl

Ein Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt. Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

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Bildquellen: CMC Markets / Pressefoto Deutsche Börse AG

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