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Die vor Jahren über die Tochtergesellschaft M-Bank an polnische Häusler-Bauer vergebenen Franken-Kredite im Volumen von 3,4 Mrd. Euro könnte sich als Fiasko für die Commerzbank (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001) entpuppen. Am Donnerstag entscheidet der Europäische Gerichtshof (EuGH), ob die österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) zu Recht Darlehen in Schweizer Franken an polnische Kunden verkauft hat.

Klagewelle droht
Das Urteil gilt Experten zufolge als wegweisend. Der RBI, der M-Bank und anderen Instituten in Polen drohen hohe Belastungen, die ihre Gewinne in den kommenden Jahren zunichte machen könnten. Es könnte eine Klagewelle folgen. Sollten alle Kläger vor Gericht Erfolg haben, droht den betroffenen Banken ein Schaden von umgerechnet knapp 14 Mrd. Euro.

Der Hintergrund
Hintergrund der Klagen sind Darlehen in Schweizer Franken, die Banken vor vielen Jahren an rund 700.000 Kunden in Polen vergeben haben. Diese Franken-Kredite waren damals sehr günstig, weil die Zinssätze in der Schweiz geringer waren als in Polen.

In Folge der Finanzkrise ist der Schweizer Franken gegenüber dem polnischen Zloty aber massiv gestiegen. Wer seinen Kredit also jetzt in Franken zurückzahlen muss, zahlt nun wesentlich mehr als ursprünglich geplant war.

Hohe Kursverluste
An der Börse verzeichnete die Commerzbank in den vergangenen Monaten kräftige Kursverluste. Dabei ging es seit dem bisherigen 2019er-Top vom April bei 8,12 Euro für die Notierungen der MDAX-Aktie in zwei Etappen um 36 Prozent nach unten.

Aktie im Abwärtstrend
Die Aktie notiert aktuell im Abstand von 19 Prozent unter der 200-Tage-Linie und damit in einem starken Abwärtstrend (aktuell: 5,19 Euro). Sollte das Allzeittief vom 15. August bei 4,72 Euro unterschritten werden, eröffnet sich weiteres Abwärtspotenzial bis zur runden 4-Euro-Marke.

Anleger, die trotzdem der pessimistischen Aussichten von einem Comeback der Commerzbank-Aktie überzeugt sind, können mit einem Long Mini Future (WKN: VF1CGB / ISIN: DE000VF1CGB6) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: VE1VD3 / ISIN: DE000VE1VD36) die Gelegenheit, auf fallende Kurse der Commerzbank-Aktie zu setzen.

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