Bildquelle: Pressefoto E.ON

Nach der langen Vorlaufzeit ging es für E.ON (WKN: ENAG99 / ISIN: DE000ENAG999) und RWE (WKN: 703712 / ISIN: DE0007037129) zuletzt in Sachen Neuordnung des deutschen Energiemarktes und der Aufteilung der RWE-Tochtergesellschaft innogy plötzlich ganz schnell.

Am 17. September vermeldete E.ON, dass die EU-Kommission der Übernahme von innogy zugestimmt hätte, so dass die Integration von innogy zügig vollzogen werden kann. Die von den Wettbewerbsbehörden geforderten Zugeständnisse wie den Verkauf des Strom- und Gaskundengeschäfts von innogy in der Tschechischen Republik sieht die E.ON-Geschäftsführung als verkraftbar an. Etwas schmerzhafter könnte jedoch der angeordnete Verkauf von Autobahn-Ladestationen für Elektrofahrzeuge sein. Schließlich werden dem Geschäft mit der E-Mobilität Zukunftschancen eingeräumt.

Im Gegensatz dazu könnten sich Anteilseigner ab dem Jahr 2022 auf jährliche Synergien von 600 bis 800 Mio. Euro freuen. Nur einen Tag später konnte E.ON Vollzug beim Erwerb der innogy-Anteile von RWE melden. Zuletzt konnte sich E.ON sogar über 90 Prozent der innogy-Aktien sicher. Nun ist ein Squeeze-out angesagt. Das ist jedoch nicht alles.

In den vergangenen Tagen ging es rasant weiter. Im Zuge der Transaktion zur Übernahme und Integration von innogy sind die E.ON-Geschäfte im Bereich der Erneuerbaren Energien an RWE übergegangen, so dass RWE auf einmal zu einem europäischen Riesen am Markt für Erneuerbare Energien aufsteigt. Mit der Abgabe der Gesellschaft E.ON Climate & Renewables endet bei E.ON eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte, hieß es von Unternehmensseite.

FAZIT. Neben den schwierigen Gesamtmarktbedingungen geriet die E.ON-Aktie in den vergangenen Tage auch unter Druck, weil RWE seine Beteiligung an E.ON leicht gesenkt hatte. Allerdings dürfte sich zuletzt am Markt der Eindruck verfestigt haben, dass E.ON und RWE nach ihrem jüngsten Mega-Deal nach Jahren des Hin und Her endlich eine Antwort auf die Herausforderungen der deutschen Energiewende gefunden haben.

Anleger, die von der Stärke von E.ON überzeugt sind, können mit einem HVB Turbo Bull (WKN: HU8RE2 / ISIN: DE000HU8RE21) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Pessimisten haben mit einem HVB Turbo Bear auf den DAX-Wert (WKN: HZ1LL1 / ISIN: DE000HZ1LL16) die Chance, auf fallende Kurse zu setzen.

Bildquelle: Pressefoto E.ON

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