Bildquelle: Pressefoto Lufthansa

Mehrfach drohte UFO der Lufthansa (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125) in den vergangenen Monaten mit Streik – jetzt lässt die Kabinengewerkschaft Taten sprechen. So will UFO ihre Mitglieder an den Verkehrsdrehscheiben in Frankfurt und in München am kommenden Sonntag 6 Stunden lang zu einem befristeten Warnstreik aufrufen, von 6 Uhr früh bis zum späten Vormittag.

Langanhaltende Auseinandersetzung
Damit kommt es jetzt zum Höhepunkt einer seit über einem Jahr andauernden Auseinandersetzung zwischen dem DAX-Konzern und der Gewerkschaft. Dabei geht es um Mobbing, angebliche Selbstbereicherung von UFO-Funktionären und um staatsanwaltliche Ermittlungen gegen rund ein Dutzend amtierende und ehemalige Vorstände oder Mitarbeiter der Organisation.

Mit Bezug auf diese Anschuldigungen weigert sich der Lufthansa-Vorstand seit Monaten, mit der amtierenden UFO-Führung Tarifverhandlungen zu führen. Gefordert wird ein personeller Neuanfang.

Showdown
Dass es nun zum Showdown kommt, muss nicht als schlechte Nachricht gewertet werden. Denn seit Monaten herrscht bei den Beschäftigten der Lufthansa und ihrer Tochter Eurowings Unklarheit, was die Arbeitsbedingungen, mögliche Gehaltserhöhungen sowie Vereinbarungen zur Teilzeit oder Altersversorgung anbelangt. Der Streikaufruf der UFO könnte hier bald zu mehr Klarheit führen.

Massiver Kursverlust
Die andauernde Krise bei der Lufthansa schlägt sich auch in der Kursentwicklung nieder. Seit den Höchstständen von Ende 2017 bei 31 Euro ging es für die Aktie um 52 Prozent nach unten (aktuell: 15,00 Euro).

Short-Kandidat
Die Aktie notiert damit im Abstand von 16 Prozent unter ihrer 200-Tage-Linie und damit in einem starken Abwärtstrend. Im Fall eines erneuten Rücksetzers dürfte das 2-Jahres-Tief vom 15. August bei 12,84 Euro getestet werden. Sollte diese Unterstützung durchbrochen werden, liegt das nächste Korrekturziel bei 10 Euro. Lufthansa bleibt weiterhin ein klarer Short-Kandidat.

Anleger, die von der Schwäche von Lufthansa überzeugt sind, können mit einem Turbo-Bear-Open-End-Optionsschein (WKN: HX9VCF / ISIN: DE000HX9VCF5) gehebelt von Kursverlusten profitieren. Optimisten haben mit dem Turbo-Bull-Open-End-Optionsschein (WKN: HU75LX / ISIN: DE000HU75LX9) die Chance, auf steigende Kurse zu setzen.

Bildquelle: Pressefoto Lufthansa

Hinterlasse einen Kommentar

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei