Bildquelle: Pressefoto Wirecard

Nach den neuen Anschuldigungen durch die „Financial Times“ geht Wirecard (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060) jetzt in die Offensive. Der Zahlungsabwickler kündigte in einer Pressemitteilung am Montag an, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG mit einer unabhängigen Untersuchung zu beauftragen. Ziel ist es demnach, die neuen Vorwürfe umfassend aufzuklären.

Im Rahmen der Untersuchung soll KPMG uneingeschränkten Zugang zu allen Informationen auf allen Konzernebenen erhalten. Auf Wirecard-Seite wird Thomas Eichelmann, Vorsitzender des Prüfungsausschusses im Aufsichtsrat und früherer Finanzvorstand der Deutsche Börse AG, die Untersuchung begleiten.

Scharfer Kursrücksetzer
Wirecard erhofft sich, durch die Untersuchung alle weiteren Spekulationen endgültig zu beenden und das Vertrauen in das Geschäft zu stärken. An der Börse verzeichnete Wirecard in Folge der neuen Anschuldigungen der Financial Times zuletzt einen scharfen Kursrücksetzer. Dabei setzte die Aktie in der vergangenen Woche um rund 20 Prozent zurück und markierte am Freitag bei rund 112 Euro ein 6-Monats-Tief.

Aktie im Abwärtstrend
Charttechnisch bleibt die Lage bei Wirecard trotz der neuen Aufholbewegung (+6 Prozent, aktuell: 118 Euro) angespannt. Die im DAX und im TecDAX notierte Aktie notiert im Abstand von 14 Prozent unter der 200-Tage-Linie und damit im Abwärtstrend. Es droht ein weiterer Abverkauf bis zu den Tiefs vom März und Februar bei 99 und 86 Euro. Wirecard ist aktuell ein klarer Short-Kandidat.

Anleger, die von weiter fallenden Kursen bei Wirecard überzeugt sind, können mit einem Short Mini Future (WKN: VE1804 / ISIN: DE000VE18049) profitieren. Optimisten haben dagegen mit den entsprechenden Long-Produkten (WKN: VF327V / ISIN: DE000VF327V2) die Möglichkeit, auf einen erneuten Turnaround der Aktie zu setzen.

Bildquelle: Pressefoto Wirecard

8
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
8 Kommentar Themen
0 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
0 Kommentatoren
Letzte Kommentartoren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei
trackback

[…] (WKN: 823212 / ISIN: DE0008232125). Nach den neuen Anschuldigungen durch die „Financial Times“ geht Wirecard jetzt in die Offensive und kündigte am heutigen Montag eine unabhängige Untersuchung durch die […]

trackback

[…] Markus Braun hat sich zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage in einem Interview zu den Bilanz-Vorwürfen der Financial Times geäußert. Gegenüber dem Handelsblatt erklärte Braun: „Ich kann Ihnen versichern: Alle unsere […]

trackback

[…] diesem Befreiungsschlag hatte das Unternehmen angesetzt, als die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG mit einer […]

trackback

[…] Times“ im Fokus stehen. Auf Unternehmensseite und bei vielen Anlegern hofft man, dass mit einer unabhängigen Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG die verschiedenen Vorwürfe der „FT“ ein für alle Mal entkräftet werden […]

trackback

[…] vielen Anlegern scheint man, ähnlich wie auf Unternehmensseite, überzeugt zu sein, dass eine unabhängige Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG die verschiedenen Vorwürfe der „FT“ ein für alle Mal entkräften kann. Zu Beginn dieses […]

trackback

[…] gegeben werden. Noch wichtiger ist jedoch der heiß erwartete Bericht von KPMG. Eine unabhängige Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft soll die verschiedenen Vorwürfe der „Financial Times“ ein […]

trackback

[…] wie gelegentliche Short-Attacken ausgeblendet werden können. Mit einer unabhängigen Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG unter anderem zu den „FT“-Vorwürfen und […]

trackback

[…] KPMG-Bericht wird am Markt sehnlichst erwartet. Eine unabhängige Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft soll die verschiedenen Vorwürfe der „Financial Times“ ein […]