Wussten Sie, dass es um die 60 Arten von Zitrusfrüchten gibt? Zitrusfrüchte gehören zur Gattung der Rautengewächse und werden vorwiegend in tropischen und subtropischen Gebieten angebaut, aber wachsen auch in Mittelmeerländern.

Die wohl bekanntesten Zitrusfrüchte sind Mandarinen, Zitronen, Orangen, Grapefruits und Limetten. Letztere finden gerne Verwendung in erfrischenden Sommercocktails wie dem Mojito oder dem Caipirinha. Zitrusfrüchte sind dank ihrem hohen Vitamin C Gehalt sehr gesund und vielseitig einsetzbar: frisch gepresst als Saft oder leckeren Smoothie, als geschmackliches i-Tüpfelchen in Salatdressings, frisch geschnitten für einen Obstsalat oder auch eingerührt in Quarkspeisen wie den Orangenquark als Nachtisch. Natürlich sind sie auch bei Getränken der Star. Ein prickelndes Mineralwasser mit einer Scheibe Zitrone schmeckt doch gleich viel besser. Auch viele alkoholische Getränke profitieren von dem sauer-süßem Geschmack der Zitrusfrüchte.

Zitruspflanzen sehen einfach toll aus und erinnern uns gerne an einen Urlaub im Süden. Um das Urlaubsgefühl auch zu Hause zu erleben, ziehen in deutsche Gärten immer mehr eingepflanzte Zitrusbäume wie Orangen, Zitronen, Mandarinen oder Kumquats ein. Diese brauchen allerdings viel liebevolle Pflege und in der kalten Jahreszeit ein gemütliches Winterquartier, am besten im Gewächshaus oder einem Wintergarten, da sie sonst den Winter nicht überstehen und erfrieren.

Grün, Gelb, Orange – Zitrusfrüchte haben viele Farben (Bildquelle: Pixabay / focusonpc)

Die Kleine

Die kleinste Zitrusfrucht, die Kumquat, auch Zwergorange genannt, stammt ursprünglich aus China. Sie hat die Größe einer Pflaume und kann mit samt der Schale und den Kernen gegessen werden. Frisch gepflückt schmeckt die kleine Frucht mit ihrem bitter-süßlichen Geschmack am besten. Da sie mit Schale verzehrt wird, empfiehlt sich der Kauf in Bioqualität. Der Kumquatbaum kann bis zu 4 Meter hoch werden und bringt bis zu mehrere Tausend Früchte pro Jahr hervor.

Die Große

Die Pampelmuse ist mit ihren bis zu 25 cm Umfang die größte Zitrusfrucht. Ihr Fruchtfleisch eignet sich am besten zum direkten Auslöffeln, der Geschmack ist würzig süß. Nicht identisch mit der Pampelmuse ist die Grapefruit, denn diese ist um einiges kleiner als die Pampelmuse und geht aus einer Kreuzung von Orangen mit Pampelmusen hervor. Ihr Fruchtfleisch ist rot, rosa oder gelb und enthält sehr viel gesundes Vitamin C. Aber auf eines muss man achten: Die Stoffe der Grapefruit können die Wirkung von einigen Medikamenten beeinflussen, so dass dies vor dem Verzehr abgeklärt werden sollte.

Noch am Baum ergeben Zitrusfrüchte ein tolle Bild ab (Bildquelle: Pixabay / Free-Photos)

Die Süße

Die süßeste Zitrusfrucht ist die Mandarine mit ihrer dünnen Schale und den kleinen Kernen. Sie steht daher weit oben auf der Beliebtheitsskala der Obstsorten. Mandarinen enthalten von allen Zitrusfrüchten zwar am wenigsten Vitamin C, was aber wieder dadurch ausgeglichen wird, dass man von den kleinen Mandarinen mehrere auf einmal isst, als von großen Zitrusfrüchten. Eine Unterformen der Mandarine ist die Clementine, eine Kreuzung von Mandarine mit der Bitterorange. Die Schale der Clementine ist dicker, was die Frucht länger haltbar macht. Auch ist sie süßer als die Mandarine und hat meistens weniger Kerne.

Die Unbekannte

Die Bergamotte ist eine Kreuzung aus der Zitronatzitrone und der Bitterorange. Sie wird zu 90 % in Süditalien, Kalabrien, angebaut und wird in Deutschland eher selten oder nur in ausgewählten Geschäften angeboten. Im Vergleich zu anderen Zitrusfrüchten ist die Bergamotte roh nicht genießbar. Zwar ist sie nicht giftig, aber ausgesprochen bitter und sauer, so dass der Verzehr keinen Genuss bringt. Verwendet wird vor allem das aromatische Öl der Frucht, zum Beispiel als Duft in der Parfumindustrie, als Lebensmittel in Form von Bergamotte-Öl oder als Zutat im Earl Grey Tee.


Reif geerntet kommen Zitronen quasi direkt in die Flasche (Bildquelle: Pixabay / rauschenberger)

Zitronen mal flüssig: der Limoncello!

Ein Dessertlikör, der süchtig macht: der Limoncello! Der italienische Zitronenlikör Limoncello wird eiskalt in vorgekühlten Gläsern serviert und schmeckt nach Urlaub und frischen Zitronen. In Neapel werden für die Herstellung von Limoncello die großen Zitronen der Amalfiküste oder aus Sorrent verwendet. Der Likör aus Zitronen schmeckt süß und wird auch gerne als Zutat zu Eis oder Süßspeisen eingesetzt.

Limoncello-Cocktail-Tipp:

Auch als Cocktail kann Limoncello genossen werden: Dazu einen Streifen einer Biozitrone in ein Glas geben, Eiswürfel dazu und 2 Esslöffel Limoncello hinzugeben. Das Ganze mit kaltem Prosecco auffüllen und bei Belieben noch einen Spritzer Zitronensaft dazugeben.

Bildquelle: markteinblicke.de

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