Bildquelle: Nel

Anfang November hatten sich die Bundesregierung und die Autobranche zu einem Autogipfel zusammengefunden. Die Elektromobilität soll unter anderem mithilfe einer Aufstockung der Kaufprämie für E-Autos angekurbelt werden. Schließlich sollen bereits im Jahr 2022 rund 1 Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen rollen. Gleichzeitig fährt die Bundesregierung mehrgleisig. Wasserstoff kommt eine Schlüsselrolle in der Energiewende zu.

Aus diesem Grund will die Bundesregierung noch in diesem Jahr eine Wasserstoffstrategie mit einem Aktionsplan erarbeiten. Das Ziel ist es, dass Deutschland bei Wassertechnologien die weltweite Nummer 1 wird und nicht wie bei der Lithium-Ionen-Batterietechnologie abgehängt wird. Von diesen Plänen profitieren Unternehmen, die sich mit der Brennstoffzellen- bzw. Wasserstofftechnologie beschäftigen. Zu diesen Unternehmen gehört auch Nel (WKN: A0B733 / ISIN: NO0010081235).

Die Norweger werden die Nachrichten aus Deutschland gerne vernommen haben, nachdem die Autobranche das Thema Wasserstoff bei der diesjährigen IAA in Frankfurt kaum beachtet hatte. Nel ist unter anderem für seine Wasserstoff-Tankstellen bekannt. Derzeit stehen in Deutschland gerade einmal knapp 80 solcher Tankstellen. Bis Anfang 2020 sollen es 100 öffentliche Wasserstoff-Stationen für Pkw sein.

Allerdings muss diese Zahl deutlich ansteigen, um dem Wasserstoffauto eine Chance zu geben. Von einem Ausbau des Wasserstoff-Tankstellennetzes dürfte auch Nel profitieren. Noch stärker kommt Nel derzeit die Wasserstoffbegeisterung in Südkorea zugute. Dort soll das Wasserstoff-Tankstellennetz bis 2022 auf mehr als 300 Stationen anwachsen. Nel konnte sich in diesem Jahr bereits über zehn Bestellungen freuen.

Die jüngste Euphorie im Bereich Wasserstofftechnologie hat auch der Nel-Aktie neuen Schwung verliehen. Das Papier ist auf einem guten Weg, die Marke von 1 Euro zu knacken und damit endlich den Status als Pennystock abzustreifen. Die positiv aufgenommenen Ergebnisse zum dritten Quartal haben die Erholungsrallye zuletzt zusätzlich angeheizt.

Nel konnte seine Umsatzerlöse zwischen Juli und September gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent auf 148,9 Mio. NOK (umgerechnet 14,8 Mio. Euro) steigern. Zwar musste Nel auf der Ergebnisseite mit Verlusten leben, dafür konnte das Unternehmen mit einer erfreulichen Entwicklung der Auftragslage aufwarten. Zum Ende des dritten Quartals lag der Auftragsbestand bei 575 Mio. NOK und damit um 58 Prozent höher als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.

Auch andere Unternehmen wie Ballard Power (WKN: A0RENB / ISIN: CA0585861085) glauben an den Erfolg der Brennstoffzellentechnologie. Die Kanadier statten zum Beispiel Busse mit ihren Brennstoffzellen aus. Auch in der ersten kommerziellen wasserstoffbetriebenen Straßenbahn der Welt sind Ballard-Teile zu finden. Neben Nel und Ballard Power sind weitere Unternehmen, die in besonderer Weise von der Zukunftstechnologie profitieren sollten, im E-Mobilität Wasserstoff Index der Börsenmedien AG zusammengefasst.

Anleger, die von der Stärke des E-Mobilität Wasserstoff Index überzeugt sind, können mit einem Mini-Future Long (WKN: MC2G7J / ISIN: DE000MC2G7J3) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Shorties steht ein passender Mini-Future Short (WKN: MC2HYG / ISIN: DE000MC2HYG9) zur Verfügung. Wer jedoch spezielle von den Chancen des norwegischen Wasserstoff-Spezialisten Nel überzeugt ist, kann einen Blick auf entsprechende Hebelprodukte wie diesen Mini-Future Long (WKN: MC4TA0 / ISIN: DE000MC4TA09) werfen.

Bildquelle: Nel

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