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Die in dieser Woche anstehenden Daten für Chinas Industrieproduktion, Einzelhandel- und Anlageinvestitionen schwächten sich in den letzten Monaten tendenziell alle ab. Sollten die Erwartungen unterschritten werden, dürfte der Druck auf Präsident Xi Jinping eine Teileinigung im Handelskonflikt mit den USA zu unterzeichnen, weiter steigen.

Das für Mitte November avisierte Treffen zwischen Xi und Trump wurde erneut verschoben. Ob der Einigungsdruck auch für die USA steigt, zeigen die anstehenden Oktoberdaten zur Industrieproduktion und zur Produktion des Verarbeitenden Gewerbes. Erwartet werden gleichbleibende Werte von -0,4 und -0,5 Prozent.

Offensichtlich schwächt sich auch die US-Industriedynamik ab. Obwohl der Konsum die mit Abstand wichtigste Komponente für die US-Konjunktur ist, wird Trump eine Schwächetendenz nicht lange dulden, da die Gefahr einer ausgeprägten Wachstumsschwäche knapp ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen zu groß wäre.

In Deutschland wird das BIP-Wachstum für das dritte Quartal mit -0,1 Prozent, analog des Vorquartals, voraussichtlich negativ vermeldet. So bleibt die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Weltkonjunktur vorerst erhalten und dürfte die Kurschancen der internationalen Aktienmärkte zumindest dämpfen.

Ein Kommentar von Carsten Mumm
Er ist Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel. Das Traditionshaus mit Sitz in Hamburg und München setzt auf qualifizierte und umfassende Beratung für vermögende Privatkunden, Unternehmer, Immobilienkunden und institutionelle Kunden.

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