Bildquelle: Pressefoto RWE

Der lange Zeit unter den Folgen des Atomausstiegs und der Energiewende leidende Stromkonzern RWE (WKN: 703712 / ISIN: DE0007037129) ist wieder zurück auf dem Wachstumskurs. So verbesserte sich der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 34 Prozent auf 624 Mio. Euro.

Erneuerbare Energien übernommen
Der DAX-Konzern hatte im Zuge eines umfassenden Tauschs von Geschäftsaktivitäten die erneuerbaren Energien von E.ON (WKN: ENAG99 / ISIN: DE000ENAG999) übernommen. Im kommenden Jahr 2020 kommt noch die Ökostromerzeugung der ehemaligen RWE-Tochtergesellschaft Innogy hinzu. Eigenen Angaben zufolge wird RWE damit zum weltweit zweitgrößten Windenergiehersteller auf See und zum drittgrößten Anbieter von regenerativen Energien in Europa aufsteigen.

Bislang profitiert RWE aber vom Stammgeschäft. Die Ökostromaktivitäten spiegeln sich erst zu einem kleinen Teil in den Quartalszahlen wider. Der Essener Konzern erwarten für das Gesamtjahr 2019 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 1,8 bis 2,1 Mrd. Euro.

Wiederaufnahme des Kapazitätsmarkts
Neben dem weiter florierenden Energiehandel trägt eine Entscheidung der EU-Kommission zu dem Anstieg bei. Die EU hatte Großbritannien die Wiederaufnahme des Kapazitätsmarkts erlaubt, auf dem Stromerzeuger für das Bereithalten von Kraftwerken bezahlt werden. RWE geht deshalb von einer Nachzahlung von 230 Mio. Euro aus.

Aktie weiter im Aufwärtstrend
Trotz der starken Geschäftsentwicklung in den ersten 3 Quartalen setzte RWE an der Börse zuletzt zurück. Seit dem 5-Jahres-Hoch vom 30. September bei 28,69 Euro ging es für die Notierungen um rund 10 Prozent nach unten. Dennoch notiert die Aktie noch immer im deutlichen Abstand über der bei 24,20 Euro verlaufenden 200-Tage-Linie und damit im übergeordneten Aufwärtstrend. Das nächste Kursziel ist das September-Hoch bei 28,69 Euro.

Sollte sich die Konsolidierung jedoch fortsetzen und die Aktie unter die 200-Tage-Linie fallen, würde sich weiteres Korrekturpotenzial bis zum Juni-Tief bei 21,50 Euro eröffnen. Vorerst zeigen die Kurspfeile für RWE aber weiter nach oben.

Anleger, die von der Stärke von RWE überzeugt sind, können mit einem Mini Future Long (WKN: VF3T5A / ISIN: DE000VF3T5A4) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben mit dem Short-Zertifikat (WKN: VF83X1 / ISIN: DE000VF83X19) die Chance, auf sinkende Kurse zu setzen.

Bildquelle: Pressefoto RWE

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