Bildquelle: Pressefoto Wirecard

Die Wirecard-Aktie (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060) konnte zuletzt ein Wochenplus von rund 5 Prozent verbuchen. Allerdings scheint die ganz große Erholungsrallye für den TecDAX– und DAX-Wert entfernt zu sein. Auch weil im Fall des Zahlungsabwicklers aus Aschheim bei München immer irgendjemand ein Haar in der Suppe zu suchen scheint.

Zuletzt war es nicht in erster Linie die „Financial Times“. Dieses Mal nahm sich das „Wall Street Journal“ den SoftBank-Deal von Wirecard vor. Demnach habe SoftBank (WKN: 891624 / ISIN: JP3436100006) gar nicht selbst Geld in Wirecard gesteckt. Vielmehr hätten Softbank-Mitarbeiter und ein Fonds die rund 900 Mio. Euro für das Wirecard-Investment aufgebracht.

Im April hatte Wirecard angekündigt, dass ein Unternehmen der SoftBank Group rund 900 Mio. Euro im Rahmen einer Wandelschuldverschreibung in Wirecard investiert. In diesem Zusammenhang hätten die beteiligten Unternehmen auch ein Memorandum of Understanding (MoU) über eine strategische Partnerschaft im Bereich digitaler Paymentlösungen unterzeichnet. Im September wurde wiederum der Abschluss einer strategischen Kooperationsvereinbarung zwischen Wirecard und SoftBank verkündet.

Neben dem SoftBank-Deal waren es auch erneut starke Quartalsergebnisse und angehobene Langfristziele, die der Wirecard-Aktie Schwung verleihen sollten. Auch die Markterholung sollte dazu beitragen. Allerdings wollte der Wirecard-Aktie bisher kein Durchbruch gelingen. Auch weil sich die „Financial Times“ immer mal wieder zu mutmaßlichen Bilanzmanipulationen meldet.

FAZIT. Noch immer warten Anleger im Fall der Wirecard-Aktie auf den großen Durchbruch. Dank der Konzentration auf Wachstumsbereiche wie Mobile Payment bringt der Zahlungsabwickler aus Aschheim bei München reichlich Potenzial mit. Dies zeigt sich auch an den optimistischen Unternehmensprognosen. Allerdings müssten irgendwann die vielen Nebengeräusche aufhören. Nur leider bietet der TecDAX- und DAX-Konzern Short-Sellern und Schwarzmalern derzeit ein zu leichtes Angriffsziel.

Anleger, die von steigenden Aktienkursen bei Wirecard überzeugt sind, können mit einem Mini Future Bull (WKN: HX8SUD / ISIN: DE000HX8SUD0) gehebelt von einem solchen Szenario profitieren. Pessimisten haben dagegen mit den entsprechenden Short-Produkten (WKN: HZ47BR / ISIN: DE000HZ47BR0) die Möglichkeit, auf einen erneuten Abwärtstrend der Aktie zu setzen.

Korrektur: In einer früheren Version war fälschlicherweise von Wirecard-Mitarbeitern die Rede. Es handelt sich aber wie im verlinkten Beitrag geschrieben um Softbank-Mitarbeiter.

Bildquelle: Pressefoto Wirecard

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