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Vielleicht hat Netflix (WKN: 552484 / ISIN: US64110L1061) am Ende alles falsch gemacht. Während der Video-on-Demand-Anbieter enorme Summen in innovative neue Serien- und Filmproduktionen steckt, wärmt Disney (WKN: 855686 / ISIN: US2546871060) alle möglichen Klassiker wie Star Wars, die Geschichten um die Marvel-Superhelden, Pixars-Animationsfilme oder bekannte Märchenklassiker zum x-ten Mal auf. Trotzdem könnte Disney den „Krieg der Streamingdienste“ gewinnen.

Der Start für Disney+ dürfte die Konkurrenz das Fürchten gelehrt haben. Schließlich konnte Disneys Streamingdienst schon nach einem Tag mehr als 10 Millionen Nutzer begrüßen. In den USA war es am 12. November so weit. Europäische Märkte wie Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien oder Spanien folgen am 31. März 2020. Neben seiner prall gefüllten Film- und Serien-Bibliothek punktet Disney auch mit einem niedrigen Preis. Monatlich werden gerade einmal 6,99 US-Dollar fällig. Bei Netflix geht es bei 8,99 US-Dollar los.

Infografik: Disney+ startet vergleichsweise günstig | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Der Start von Disney+ und die starken Aussichten des „Micky Maus“-Konzerns im „Krieg der Streamingdienste“ haben die Disney-Aktie zuletzt auf ein neues Allzeithoch gehievt. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 34 Prozent an Wert zugelegt.

Gemeinsam mit Apple (WKN: 865985 / ISIN: US0378331005) ist Disney ein wichtiger Faktor, warum der Dow Jones Industrial Average in den vergangenen Tagen ebenfalls einen neuen Höchststand erreichen und erstmals die Marke von 28.000 Punkten knacken konnte.

Es ist aber auch nicht so, dass Disney abseits von Disney+ nichts laufen hätte. Noch vor dem Start des neuen Streamingdienstes hatte der Medienkonzern seine Ergebnisse zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 (Ende September) vorgelegt. Die Umsatzentwicklung wurde dank der Übernahme von 21st Century Fox angeschoben.

Die Erlöse kletterten gegenüber dem Vorjahr um 34 Prozent auf 19,1 Mrd. US-Dollar. Dass der Nettogewinn um 66 Prozent auf 785 Mio. US-Dollar rückläufig war, schien Anleger kaum zu stören. Schließlich war der Rückgang auch mit Integrationskosten und den Investitionen in den Start von Disney+ zu erklären. Langfristig soll der Streamingdienst auch dank dieser Investitionen die Konkurrenz auszustechen.

Anleger, die von der Stärke von Disney überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat Long (WKN: MC47SP / ISIN: DE000MC47SP7) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Auch Shorties steht ein passendes Faktorzertifikat (WKN: MF8LWD / ISIN: DE000MF8LWD6) zur Verfügung.

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Susann Topp
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Wahnsinn, nach allen Regeln der Kunst zeigt Disney heute umso mehr, wie viel Macht der Konzern ausüben kann. Meiner Meinung nach, ein bitteres Omen für Netflix und erst Recht Maxdome, welche NOCH in den D-A-CH Regionen Einzug hält. Ich hoffe allerdings, dass Disney ihr Angebot an Serien und Filmen ausbauen wird. Ansonsten wird weiterhin Netflix Platzhirsch sein. Netflix sollte für den Endverbraucher die Preise wieder senken und das Angebot einzigartiger gestalten, sodass es nicht von Disney abgelöst wird. Derzeit würde ich persönlich, als kleiner Mann und aus meiner Verbraucher-Sicht, bei Disney noch Short gehen. Netflix wäre mir eine Long Position… Weiterlesen »

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