Bildquelle: Uber

Uber (WKN: A2PHHG / ISIN: US90353T1007) musste jetzt eine neue Schlappe einstecken. Denn der umstrittene Fahrdienst-Vermittler hat erneut seine Lizenz am wichtigen Standort London verloren.

Fahrgäste gefährdet
Die zuständige Transportbehörde „Transport for London (TfL)“ wirft Uber vor, dass nicht-autorisierte Fahrer Passagiere befördern konnten. Das soll in mindestens 14.000 Fällen geschehen sein. Demnach sind alle diese Fahrten nicht versichert gewesen. Laut der Behörde hat Uber damit Fahrgäste gefährdet.

Möglich wurden die Beförderungen durch nicht-autorisierte Fahrer durch einen technischen Systemwechsel. Dieser ermöglichte es, dass nicht-autorisierte Fahrer ihre Fotos auf Konten von anderen Fahrern hochluden. Ebenfalls bemängelt wird ein weiterer Fehler, durch den entlassene oder suspendierte Fahrer ein Uber-Konto einrichten und Passagiere befördern konnten.

Alle Fahrer überprüft
Uber erklärte, dass in den vergangenen 2 Monaten jeder Fahrer in London überprüft wurde. Außerdem wolle der Konzern in Kürze ein neues Verfahren für die Gesichtserkennung einführen.

London bleibt heißes Eisen
Der Standort London bleibt für Uber ein heißes Eisen. Im September 2017 ließ Transport for London die Lizenz auslaufen mit der Begründung, dass die Firma verantwortungslos agiere, unter anderem was das Melden von Straftaten und medizinischen Kontrollen der Fahrer angehe. Uber legte jedoch Berufung ein und durfte den Betrieb fortsetzen bis im Juni 2018 erneut eine vorläufige Lizenz erteilt wurde.

Uber will Berufung einlegen
Auch dieses Mal könnte Uber also einem Verbot entgehen. Das Unternehmen kündigte am Montag an, Berufung einzulegen. Dafür hat Uber 21 Tage Zeit. Bis über den Widerspruch entschieden wird, kann der Betrieb vorerst fortgesetzt werden.

Aktie im Abwärtstrend
Dass es für Uber noch nicht rund läuft, zeigt sich auch an der bisherigen Aktienkursentwicklung. Seit dem Börsengang im Mai dieses Jahres ging es für die Notierungen um mehr als 30 Prozent nach unten (aktuell: 26,34 Euro). Das nächste Korrekturziel ist das Tief vom 14. November bei 23,38 Euro. Darunter würde sich weiteres Abwärtspotenzial bis zur runden 20-Euro-Marke eröffnen. Die Aktie bleibt weiterhin ein Short-Kandidat.

Anleger, die von einem weiteren Kursverfall bei Uber überzeugt sind, können mit passenden Short-Zertifikaten profitieren (WKN: VF9KPY / ISIN: DE000VF9KPY5). Wer dagegen auf einen Turnaround der Uber-Aktie setzen möchte, kann zu passenden Long-Zertifikaten greifen (WKN: VF5RXV / ISIN: DE000VF5RXV8).

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