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Zwei Monate nach der Bekanntgabe eines großangelegten Stellenabbaus laufen die Betriebsräte bei der Commerzbank (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001) Sturm. Wie Verdi-Gewerkschaftssekretär Stefan Wittmann am Mittwoch erklärte, seien in mehreren Sitzungen der Arbeitnehmervertreter mit dem Konzernvorstand bisher keine Details zu den Plänen genannt worden.

„Ich bin sehr erstaunt über die mangelnde Konkretisierung und Detailtiefe, die das Management gegeben hat“, erklärte Wittmann. Laut Wittmann wird solange nicht über mögliche Sozialpläne und Interessensausgleiche verhandelt, bis belastbare Daten vorlägen.

Betriebsversammlung im Dezember
Der Betriebsrat will bspw. wissen, welche Filialen geschlossen, welche Geschäftsbereiche zurückgefahren werden und wie viele Jobs dies betrifft. Nähere Informationen könnte es am 5. Dezember in Frankfurt geben, wenn die Betriebsversammlung mit der Personalchefin Bettina Orlopp veranstaltet wird.

Massiver Stellenabbau
Im September kündigte Commerzbank-Chef Martin Zielke an, konzernweit 4.300 Stellen zu streichen, 200 der 1.000 Filialen zu schließen und die Online-Tochter Comdirect vollständig zu übernehmen. Außerdem will der MDAX-Konzern die polnische Tochtergesellschaft mBank verkaufen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, Kapital freizusetzen, um damit die Digitalisierung voranzutreiben.

Aktie im Abwärtstrend
An der Börse setzt die Commerzbank am Donnerstagvormittag um 0,4 Prozent zurück (aktuell: 5,29 Euro). Die Aktie notiert aktuell im Abstand von 15 Prozent unter der 200-Tage-Linie und damit nach wie vor im Abwärtstrend. Sollte das Allzeittief vom 15. August bei 4,72 Euro unterschritten werden, eröffnet sich weiteres Abwärtspotenzial bis zur runden 4-Euro-Marke.

Ein neues Kaufsignal würde es dagegen geben, wenn die Rückeroberung der 200-Tage-Linie (6,24 Euro) gelingt. Nächstes Kursziel wäre dann das 2019er-Top vom April bei 8,25 Euro.

Anleger, die trotz der pessimistischen Aussichten von einem Comeback der Commerzbank-Aktie überzeugt sind, können mit einem Long Mini Future (WKN: VF1CGB / ISIN: DE000VF1CGB6) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: VF8KGR / ISIN: DE000VF8KGR0) die Gelegenheit, auf fallende Kurse der Commerzbank-Aktie zu setzen.

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