Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Der Ausgang der britischen Parlamentswahl und der klare Sieg der Tory-Partei von Premierminister Boris Johnson haben Marktteilnehmer beruhigt und in dem Glauben bestärkt, dass es nun endlich zu einem geregelten Brexit kommen könnte. Die Teileinigung auf einen Deal im Handelskonflikt zwischen den USA und China sorgte zuletzt ebenfalls für Erleichterung. Während die gute Marktstimmung dem deutschen Leitindex DAX Schwung verliehen hat, konnte der MDAX sogar noch besser abschneiden.

Das Barometer legte im bisherigen Jahresverlauf eine bessere Performance als der DAX hin. Außerdem gelang dem MDAX mit dem Sprung auf ein neues Allzeithoch etwas, das dem DAX in diesem Jahr noch nicht vergönnt war. Darüber hinaus wird die zweite deutsche Börsenliga in diesen Tagen durcheinandergewirbelt. Neue Indexmitglieder könnten für neuen Schwung sorgen.

Am kommenden Montag, den 23. Dezember, gibt es in der Zusammensetzung des MDAX Bewegung. Nur wenige Monate nach dem Börsengang steigt TeamViewer (WKN: A2YN90 / ISIN: DE000A2YN900) in den 60 Titel umfassenden Index auf. Dabei gelingt dem Anbieter von Fremdwartungs-Software sogar ein Doppelschlag, denn TeamViewer wird ab dem 23. Dezember gleichzeitig auch im 30 Werte umfassenden TecDAX vertreten sein.

Wie die Deutsche Börse am 4. Dezember mitteilte, steigt in den MDAX außerdem die Aktie des Batterieherstellers Varta (WKN: A0TGJ5 / ISIN: DE000A0TGJ55) auf, die ebenfalls gleichzeitig in den TecDAX einziehen wird. Im Gegenzug müssen die Optikerkette Fielmann und der Mobilfunkanbieter 1&1 Drillisch ihre Plätze im MDAX räumen. Die beiden Titel werden künftig im SDAX vertreten sein.

TeamViewer hat die starke Kursperformance seit dem Börsengang am 25. September zum MDAX-Aufstieg verholfen, während die Varta-Aktie ihren Wert in 2019 vervielfachen konnte. Das Unternehmen ist insbesondere im Bereich Mikrobatterien stark. Die starke Stellung am Markt für Hörgeräte und der Trend hin zu immer kleineren, kabellosen Geräten wie Kopfhörern kommen Varta zugute. Außerdem setzt das Unternehmen auf Speicherlösungen für Strom aus erneuerbaren Energien.

Auch wenn die MDAX-Neulinge einiges an Potenzial vorweisen können, kann es immer wieder dazu kommen, dass die Euphorie rund um Indexaufsteiger nach ihrem Aufstieg verpufft. Außerdem ist der MDAX zuletzt sehr gut gelaufen, so dass Gewinnmitnahmen folgen könnten. Zumal die Marktunsicherheiten nicht aus der Welt sind. Selbst bei einem geregelten Brexit Ende Januar 2020 müssten die EU und Großbritannien ihre zukünftigen Beziehungen in Rekordzeit regeln. Gleichzeitig könnte in Großbritannien die Schottland-Frage noch einmal aufkommen. In Bezug auf den chinesisch-amerikanischen Handelsstreit kann ebenfalls noch viel passieren. Schließlich scheinen sich die Parteien nicht ganz einig zu sein, was die erzielte Teileinigung für die Zollfrage bedeutet.

Spekulative Anleger, die steigende MDAX-Notierungen erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN: DC0MLP / ISIN: DE000DC0MLP2) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,96, die Barriere bei 21.830,00 Punkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN: DM8HTZ / ISIN: DE000DM8HTZ5, aktueller Hebel 4,22, Barriere bei 33.920,00 Punkten) auf fallende MDAX-Kurse setzen.

Stand: 17.12.2019/ Ein Gastkommentar von db x-markets

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