Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Das Börsenjahr 2019 ist passé. Wir geben in den kommenden Tagen in der Reihe „Ausblick 2020“ marktEINBLICKE zu den Faktoren, die das Anlegerjahr 2020 mitbeherrschen sollten. Dazu haben wir uns wieder kompetente Verstärkung ins Haus geholt und verschiedene Börsen-Experten gebeten, einen Ausblick zu wagen. Ihre Einschätzungen werden wir zum Jahreswechsel an dieser Stelle veröffentlichen. 

Handelsstreit und Brexit – müsste man die beiden meist verwendeten Begriff im Zusammenhang mit der Börse 2019 suchen, man würde bei diesen beiden wohl ohne zu Zweifeln nicht vorbeikommen. Und doch blieben langfristig orientierte Anleger auch in 2019 am Ball. Völlig richtig! „Dranbleiben, denn die (Risiko-)Faktoren in 2019 sind die altbekannten aus 2018. Handelskonflikt, Brexit, Italien, Zinsängste, etc.“ schrieben wir im Börsenausblick vor einem Jahr. Für 2020 haben sich die Risikofaktoren wohl etwas verschoben, aber das sollte die Strategie eines privaten Investors in den nächsten 12 Monaten nicht großartig ändern.

Aktien bleiben also weiterhin ein wichtiges Vehikel für jeden Investor, der langfristig gute Renditen über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren haben will. Die Signale der Notenbanken lassen nicht darauf schließen, dass Staatsanleihen in den kommenden Quartalen wieder die Attraktivität als Anlageklasse zurückgewinnen können, die sie einst früher als Beimischung in einem breit aufgestellten Depot hatten. Dagegen sind Aktien von Unternehmen, die über langjährige und erfolgreiche Geschäftsmodelle verfügen, immer ein Investment wert. Schwächere Kurse sind oft eine Nachkauf-Option wert.

Was Anleger in 2020 versuchen sollten zu vermeiden, ist in den „Angst-Modus“ zu gehen. Dazu gibt es keinen Grund. Die jüngsten globalen Wachstumsprognosen für das kommende Jahr wurden zwar seitens des IWF gesenkt und dieser mahnte auch die wachsende Anfälligkeit des weltweiten Finanzsystems an, doch darüber hinaus ist festzuhalten, dass die Weltwirtschaft weiterhin wächst, wenn auch langsam(er), aber wir sehen rund um den Globus Wachstum. Eine gute Voraussetzung für die Börse wie wir finden.

Entsprechend beantworten auch viele Berater laut einer Umfrage von JP Morgan die Frage, welche Anlageklasse in den nächsten Monaten am erfolgversprechendsten ist, ganz klar: Die Hälfte setzt auf Aktien. Jeder Fünfte favorisiert Gold, gefolgt von jeweils 10 Prozent der Befragten, die sich für Hochzinsanleihen und Alternative Anlageformen aussprechen. Die wenigsten Befragten sehen Barmittel, Staatsanleihen und Unternehmensanleihen hoher Qualität (Investment Grade) in den nächsten Monaten als ertragreiche Investments an.

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

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