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Premierminister Boris Johnson verfügt nach der Wahl in Großbritannien im Parlament über die notwendige Mehrheit, um den Brexit umzusetzen. Nun will er den Gesetzgebungsprozess für den EU-Austritt Großbritanniens vorantreiben. Das britische Parlament hatte im Oktober zum ersten Mal dem von Johnson verhandelten Austrittsabkommen grundsätzlich zugestimmt. Die Abgeordneten lehnten den Zeitplan für die notwendige Gesetzgebung allerdings ab. Dies zwang den Premierminister dazu, bei der Europäischen Union eine erneute Fristverlängerung für den Brexit zu beantragen.

Im Zuge der vorgezogenen Parlamentswahl haben die Konservativen Tories jetzt die absolute Mehrheit im britischen Unterhaus. Sie besetzten nun 365 der 650 Sitze. Johnson versprach im Wahlkampf, den Brexit bis zum 31. Januar kommenden Jahres durchzuführen, also bis zu dem Tag, an dem die aktuelle Frist endet. Deutlich verloren hatte die oppositionelle Labourpartei, die ein neues Brexit-Abkommen mit einer engeren Anbindung an die EU verhandeln wollte.

Nach seinem Wahlsieg will Boris Johnson aufs Tempo drücken. Nach dem Austritt stehen die offiziellen Verhandlungen über die künftigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Großbritannien und der EU an. Für die Zeit nach dem Brexit plant Johnson einen massiven Umbau der Regierung. Der Sunday Times zufolge könnte bis zu einem Drittel der Minister ausgetauscht werden. Außerdem will Johnson weitere Reformvorhaben vorantreiben. Dazu gehören eine schlankere Bürokratie, die Zusammenlegung von Ministerien und milliardenschwere Investitionen in die Gesundheitsversorgung.

Der ungewisse Ausgang in Sachen Brexit war im laufenden Jahr neben dem Handelsstreit zwischen den USA und China einer der wichtigsten Gründe für die wirtschaftliche Schwäche in der EU und Großbritannien. Die Entwicklung des britischen Pfund hängt ebenfalls stark von der Nachrichtenlage rund um den Brexit ab, was sich in der Abwertung des Pfund gegenüber dem Euro zwischen Anfang Mai und Anfang August sowie der anschließenden Kletterpartie des Pfund widerspiegelte. Die Stärke des Pfund in den vergangenen Monaten hängt aber auch mit der Schwäche des Euro zusammen, der sich im Vergleich zum US-Dollar bereits seit Anfang 2018 im Abwärtstrend befindet.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt auch unter der neuen Präsidentin Christine Lagarde mittelfristig eine Inflation knapp unter 2 Prozent als Idealwert für die Wirtschaft an. Dieser Richtwert wird aber bereits seit 2013 verfehlt. Im November lag die Teuerung bei nur 1,0 Prozent. Dementsprechend ist eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik zu erwarten. Auch deshalb, weil die EU-Kommission die Wachstumsziele des Bruttoninlandsprodukts für die Eurozone und die gesamte EU für 2019 und die beiden kommenden Jahre zuletzt gesenkt hatte.

Auf der anderen Seite könnte sich der Euro gegenüber dem Pfund jedoch in dem Fall wieder erholen, wenn sich die britische Wirtschaft im Vergleich zum europäischen Festland noch deutlich schwächer entwickeln sollte. Für dieses Szenario spricht die aktuell schlechte Unternehmensstimmung. Diese hat sich in Großbritannien im Dezember von einem niedrigen Niveau aus weiter eingetrübt. Wie das Institut Markit am 16. Dezember mitteilte, fiel der entsprechende Einkaufsmanagerindex auf den tiefsten Stand seit Juli 2016.

Spekulative Anleger, die davon ausgehen, dass sich der Eurokurs im Vergleich zum britischen Pfund nicht besonders stark nach oben oder unten bewegen wird, könnten mit einem Inline Optionsschein (Double No Touch) der Deutschen Bank (WKN: DC72E0 / ISIN: DE000DC72E02) auf ein solches Szenario setzen. Das Papier hat eine Laufzeit bis zum 3. April 2020. Die obere Barriere für den EUR/GBP-Kurs liegt bei 0,890 GBP, während das Produkt mit einer unteren Barriere bei 0,790 GBP ausgestattet ist. Liegt der EUR/GBP-Kurs während der Laufzeit immer zwischen den beiden Barrieren, wird der Höchstbetrag von 10,00 Euro zurückbezahlt. Andernfalls verfällt das Produkt wertlos.

Stand: 19.12.2019/ Ein Gastkommentar von db x-markets

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