Bildquelle: TRADERS

Das Börsenjahr 2019 ist passé. Wir geben in den kommenden Tagen in der Reihe „Ausblick 2020“ marktEINBLICKE zu den Faktoren, die das Anlegerjahr 2020 mitbeherrschen sollten. Dazu haben wir uns wieder kompetente Verstärkung ins Haus geholt und verschiedene Börsen-Experten gebeten, einen Ausblick zu wagen. Ihre Einschätzungen werden wir zum Jahreswechsel an dieser Stelle veröffentlichen. Heute ist Lothar Albert an der Reihe.

Alle Jahre wieder kommt die Frage auf, auf was man sich denn in 2020 an den Börsen einstellen muss. Wie jedes Jahr bemüht man dann die Glaskugel und wenn man ehrlich ist, dann kann man nur eine vage Prognose dessen erstellen, was die gerade aktuell bekannten Umstände hergeben. Das Problem ist nur, wir sind Teil eines dynamischen Systems. Wäre es statisch, jeder könnte unter Zuhilfenahme der überall herum stehenden Supercomputer die Aktienkurse von morgen berechnen. Das aber wäre problematisch, denn dann würde sich das System ad absurdum führen. Selbst wenn nicht jeder die Aktienkurse von morgen kennen würde, sondern nur einer, dann würde das System implodieren, denn dieser „Wissende“ würde mit der Zeit alles Geld der Welt auf sich vereinen (natürlich nur, wenn er wollte).

Seien wir also froh, dass niemand die Aktienkurse mit Präzision vorhersagen kann und werfen wir einen Blick auf die aktuell bekannten Umstände. Trump will wieder gewählt werden. Wahljahre sind nicht gerade die stärksten Börsenjahre, aber auch nicht wirklich schlecht. Um sicher zu gehen, dass der amerikanische Wirtschaftsmotor noch mehr Power entwickelt, hat er von der Notenbank eine Zinssenkungsrunde einleiten lassen. In meinen Augen handelt es sich hierbei um das zentrale Thema, das die Performance im nächsten Jahr bestimmen wird. Nebenbei schwächt er damit die US-Währung, was ebenfalls positiv für die US-Exportwirtschaft wirkt. Störfeuer gibt es womöglich weiterhin seitens China, aber davon haben die Märkte sich bisher immer nur kurzfristig beeindrucken lassen.

Lothar Albert
Herausgeber und Chefredakteur des TRADERS´ Magazins
www.traders-media.de / twitter: @TradersMagazine

Der obige Text/Beitrag spiegelt die Meinung des oder der jeweiligen Autoren wider. Die CASMOS Media GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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