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Willkommen in einem neuen Börsenjahr, wobei wir es, das haben die Jahreszahlen mit einer Null am Ende so an sich, sogar mit einem neuen Jahrzehnt zu tun haben! Wir stehen demnach an der Schwelle der 20er-Jahre, einer Dekade, die es im vergangenen Jahrhundert durchaus in sich hatte. Zumindest ist sie als „Roaring Twenties“ in die (englischsprachigen) Geschichtsbücher eingegangen. Im deutschen Sprachraum hat sich dagegen die Bezeichnung „Goldene Zwanziger“ durchgesetzt, und gemeint ist in beiden Fällen der rasante (Wirtschafts-)Aufschwung, der ab Mitte der 1920er-Jahre in den westlichen Industrieländern einsetzte. Gleichzeitig erlebten Kunst und Kultur einen Höhenflug, wohl auch, um die Kriegsjahre 1914-18 und deren Folgen vergessen zu machen. Das Ende der Geschichte ist allerdings auch bekannt: Die Weltwirtschaftskrise, die mit dem „Schwarzen Donnerstag“ am 24. Oktober 1929 in New York begann, brachte eine mehrjährige Baisse mit sich. Und heute?

Heute haben die Märkte eine zehn Jahre währende Rallye hinter sich, die den DAX, um ein Beispiel zu nennen, vom 2009er-Endstand bei 5.957 Zählern bis auf 13.249 Punkte schickte. Dass die Gewinne der Unternehmen den Aktienkursen derselben dabei schon seit einer ganzen Weile hinterherhinken – geschenkt. The Trend is your friend, und der zeigt nun mal nach oben. Dass die Absturzgefahr dabei mit jedem weiteren Punkt zunimmt – ach wissen Sie, das Leben ist nun einmal voller Risiken. Wem das zu flapsig klingt: Natürlich wissen wir alle, dass der nächste Crash unweigerlich kommen wird. Jede Spekulationsblase platzt irgendwann. Genau dieses „wann“ lässt sich aber nicht seriös prognostizieren. Also spekulieren wir gar nicht erst darüber, sondern halten uns an die Fakten. Und die zeigen intakte Aufwärtstrends bei Dow Jones, DAX & Co., 22 neue Allzeithochs stehen im US-Leitindex für 2019 zu Buche. Keine neue Bestmarke, aber eine Jahresperformance von über 25%, so die Bilanz im DAX. Das bedeutet:

Es bleibt spannend!

Die übergeordneten Aufwärtstrends haben den Jahreswechsel unbeschadet überstanden. Damit dürfte sich die Rallye, wie gestern zum Auftakt mit den neuen Rekordmarken an der Wall Street bereits bestätigt, in den kommenden Sitzungen einfach fortsetzen. Sofern die Eskalation im Nahen Osten nach dem Raketenangriff der USA in Bagdad den Bullen keinen Strich durch die Rechnung macht, versteht sich. Für den DAX wäre dabei der Sprung über die 2019er-Tops bei 13.408 (Jahreshoch auf Schlusskursbasis) bzw. 13.426 (Intraday-Jahresbestmarke) der entscheidende Impuls für einen Angriff auf das alte 2018er-Rekordhoch. Oberhalb von 13.600 Punkten würde sich das Kursziel (mittelfristig) sogar bereits auf die runde 14.000er-Marke stellen. Eine runde Tausendermarke beschäftigt uns aber auch auf der Unterseite; sollten die Kurse nämlich – siehe die Eskalation im Nahen Osten nach dem Raketenangriff der USA in Bagdad – in den Rückwärtsgang schalten und dabei unter den doppelten Halt aus 2018er-Maihoch und -Juni-Top bei 13.204 bzw. 13.170 abrutschen, müsste mit dem nächsten Test der 13.000er-Barriere gerechnet werden. Die sich ja in den letzten Wochen des alten Jahres als nicht allzu standfest erwiesen hatte. Zumindest eines kann deshalb für das neue Jahr schon heute mit Fug und Recht behauptet werden: Es bleibt in jedem Fall spannend!

PrimequantsEin Beitrag von Sebastian Jonkisch von Prime Quants

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