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Die mediale Aufmerksamkeit für Bitcoin kommt langsam wieder in Schwung. Extra eingerichtete Websites zählen die Zeit bis zur nächsten Halbierung der Belohnung für die Erstellung („Mining“) eines Bitcoins herunter. Diese erfolgt am 13. Mai 2020. Der Bitcoin muss dadurch nicht zwangsläufig im Preis steigen.

Aber: Der Preis zog nach den bisherigen beiden Halbierungen, die am 28.11.2012 und am 9.7.2016 stattfanden, jeweils kräftig an, und zwar um mindestens eine 10er-Potenz innerhalb der folgenden 12 bis 15 Monate. Würde sich der Bitcoin-Preis erneut so verhalten, würde dies einen Anstieg auf 100.000 Dollar bis zum Sommer 2021 bedeuten.

Die Großspekulanten hatten den Dezember dazu genutzt, sich auf der Netto-Short-Seite zu positionieren (folgender Chart).

Der Chart zeigt, dass Bitcoin dann eine Chance auf einen Preisanstieg hat, wenn Großspekulanten (rot) aussteigen und die Kleinspekulanten (grün) kaufen. Im Verlauf der ersten Jahreshälfte 2019 geschah genau dies.

Saisonal ist Bitcoin in den ersten beiden Monaten eines Jahres alles andere als ein „Laufwunder“. Erst ab März bewegt sich die Kryptowährung üblicherweise nach oben und steigt bis Juni.

In allen Kryptowährungen an allen Kryptobörsen fanden am 8. Januar 442.080 Trades statt. Das mag im Vergleich zum Hype um den Jahreswechsel 2017/18 wenig sein (mit 2 Mio. Trades etwa viermal so viel), aber die Szene erscheint durchaus lebendig. Stünde Bitcoin vor dem Begräbnis, wäre das Interesse deutlich niedriger.

Aus charttechnischer Sicht würde ein erfolgreicher Rücktest der 50-Tage-Linie (grau) bei 7.850 Punkten ein Aufwärtssignal generieren.

Der Bitcoin-Preis hängt stark von der medialen Aufmerksamkeit ab. Das Thema hat in der Vergangenheit mehrfach seine Fähigkeit zum „Hype“ und zur Blasenbildung bewiesen. Seit dem Platzen der letzten Blase sind zwei Jahre vergangen.

Meine Einschätzung ist, dass die im Mai bevorstehende Bitcoin-Halbierung durchaus als Katalysator für die Kryptowährungen dienen kann. Allerdings sollte Bitcoin die Marke von 7.500 Punkten (1-Jahres-GD) nicht wesentlich unterschreiten, um eine vernünftige Ausgangsposition für einen Anstieg auf das Allzeithoch bei 19.200 US-Dollar schaffen zu können. Die Bereitschaft für einen solchen Lauf scheint durchaus vorhanden zu sein.

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robert-rethfeldEin Beitrag von Robert Rethfeld.

Robert Rethfeld betreibt den Börsendienst Wellenreiter-Invest. Kernprodukt ist ein handelstäglich erscheinender, abonnementsbasierter Börsenbrief. Seit Ende der 80er Jahre lebt er im Vordertaunus, zunächst in Bad Homburg und seit dem Jahr 1999 in Oberursel. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und hält sich durch Laufen im Taunus sowie durch Golfspielen fit.

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