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Zu Zeiten des Kalten Kriegs rangen Kapitalismus und Kommunismus um die Macht. Ersterer setzte sich bekanntlich durch. Nicht nur wegen seines Geldes, sondern auch dank der vielen Millionen Menschen, die sich in der DDR und anderen Staaten des Ostens dafür eingesetzt haben. Beliebt ist das System der Marktwirtschaft dennoch nicht. In vielen Ländern, darunter auch in Deutschland, lehnen viele Menschen heute den „Kapitalismus“ ab. Warum eigentlich?

Das vor kurzem veröffentlichte Edelman Trust Barometer offenbarte es wieder einmal. 55 Prozent der für die Umfrage befragten Deutschen finden, dass Kapitalismus der Welt mehr schadet als nützt.

In Indien halten beispielsweise drei Viertel der Befragten den Kapitalismus für schädlich, nicht viel weniger denken das in Frankreich (69 Prozent), China (63 Prozent) oder Italien (61 Prozent). Selbst in den USA oder Kanada sind es 47 Prozent. Lediglich Japan fällt mit 35 Prozent aus der Reihe.

Infografik: Kapitalismus - Wirtschaftssystem mit Imageproblem | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Doch lehnen die Menschen tatsächlich das Wirtschaftssystem ab, dass es erst ermöglicht hat, heute so zu leben, wie wir leben? Dazu müsste man sich vielleicht erst einmal dem Begriff „Kapitalismus“ nähren.

Grundsätzlich wird unter Kapitalismus eine Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung verstanden, die auf Privateigentum an den Produktionsmitteln und einer Steuerung von Produktion und Konsum über den Markt beruht. Doch wie eingangs geschrieben, haben Jahrzehnte Kalter Krieg, und die Entwicklung seither, dafür gesorgt, dass aus einem an sicht klaren Begriff ein Kampfbegriff wurde.

Jeder interpretiert in das Wort Kapitalismus alles schlechte hinein – ob es nun tatsächlich am Wirtschaftssystem liegt (meist nicht) oder an vielen anderen Dingen in einer Gesellschaft (meistens). Heraus kommen solche Umfragen. Letztlich liegt es an jeder Gesellschaft, das System „Kapitalismus“ so zu adaptieren, dass auch sozialen Ansprüchen moderner Gesellschaften gerecht wird.

Am Ende wird das System aber in den Grundzügen immer noch kapitalistisch sein. Zu recht, wie ein Blick in die Geschichte verrät. Anders wäre die Welt heute eine andere. Und selbst das kommunistische System in China übernimmt, trotz vieler totalitärer Elemente immer mehr kapitalistische Errungenschaften – zum Wohl der Chinesen. Am Ende ist der Kapitalismus eben auch ein Garant für die Freiheit des Einzelnen.

Die Teilhabe am Erfolg des Kapitalismus gelingt übrigens am einfachsten über Aktien. Aber auch damit haben ja viele Deutsche ein Problem. Vielleichten sollten mehr Menschen von ihren Wünschen ausgehen und dann sich Gedanken über den Weg dahin machen. Er wird häufig über die Marktwirtschaft gehen.

In diesem Sinne,
weiterhin viel Erfolg und Freude bei der Geldanlage und beim alltäglichen Lebensgenuß

Ihre marktEINBLICKE-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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