Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Mit mehr als 3 Prozent Kursgewinn hat unser DAX (ISIN DE0008469008 | WKN 846900) in dieser Woche die Verluste aus der Vorwoche aufholen und den Februar damit sehr positiv anklingen lassen können. Die Dynamik ist somit zurück und auch das Rekordhoch auf XETRA-Schlusskursbasis wurde erreicht.

Zum Januarausklang gab es noch deutlich andere Töne am Aktienmarkt. Der Coronavirus legte sich wie ein Schatten auf die Kurse und belastete den DAX so sehr, dass wir kurzzeitig unter 13.000 Punkte abtauchten. Schauen Sie dazu gerne in die Vorwochenanalyse zurück.

Es bestand die Gefahr eines neuen Tests der Jahrestiefs und damit weiterer Kursabgaben. Doch bereits am Montag erholte sich der DAX und ging in eine Stabilisierung an der runden 13.000er-Marke über.

Die Bären zogen sich zurück und so konnte zum Start des neuen Handelsmonats im ersten Schritt ein Pullback an die alte Trading-Range vollzogen werden – Rückblick aus Tages-Trading-Chancen:

Mit dem Einlaufen in die alte Trading-Range sind bereits am Dienstag die Bullen massiv aus dem Markt gedrängt worden. Das zweite GAP auf der Unterseite wurde geschlossen und bereits zur Wochenmitte stand der DAX wieder euphorisch an der Kante zum zweiten GAP aus seinem Vorwochen-Abwärtstrend:

Auch diese Hürde nahm er schliesslich und konnte am Donnerstag mit einem Sprung bis zur runden 13.600 aufwarten. Damit waren die Verluste aus Ende Januar komplett aufgeholt. Wenngleich der Freitag keine Zugabe servierte, schloss der DAX seine Handelswoche mit einer starken Dynamik ab und verzeichnete eine bisherige Handelsspanne von mehr als 600 Monaten in diesem Börsenmonat:

Den größten Teil des Momentums gab es an den mittleren drei Handelstagen zu sehen:

Dabei könnte der Freitag als typischer Konsolidierungstag gelten und ist nach dieser starken Dynamik der Woche nicht ungewöhnlich. Er schloss das GAP zum Mittwochabend im XETRA-Chart und hatte damit eine Trading-Idee der Vorwoche sehr gut umgesetzt:

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Mit einer Handelsspanne von weniger als 90 Punkten gab es am Freitag trotz der US-Arbeitsmarktdaten einen sehr ruhigen Wochenausklang:

Als Widerstand sind damit eher die Kurse vom Donnerstag wichtig. Dort verweilte der Deutsche Aktienindex voller Ehrfurcht mehrfach am Rekord-Schluss des XETRA-Handels bei knapp 13.580 Punkten und bestätigte dies noch einmal:

Auf diesen Bereich ist zum Wochenstart erst einmal auf der Oberseite zu achten.

Das große Chartbild zeigt diesen Widerstand noch einmal deutlicher an und auch das Allzeithoch aus dem Januar, welches Intraday bei 13.640 Punkten eingestellt wurde:

Konkret ist dies bei einem Kurslevel von 13.580 mit Überschreitung der 13.600 das nächste Ziel auf der Oberseite.

Die Unterseite ist mit der breiten Zone von 13.380 bis 13.500 Punkten erst einmal gut abgesichert. Hier verlief der Handelsbereich Mitte Januar mehrfach und auch der letzte Mittwoch fand dort seine Orientierung vor:

Bärishe Tendenzen sind aus meiner Sicht erst beim Unterschreiten der 13.380, respektive beim Aufprall auf die alte Trading-Range bei 13.330 Punkten zu spüren. Idealerweise verweilt der DAX erst einmal unter geringerer Volatilität einige Handelstage in dieser blauen Zone und setzt dann mit neuer Kraft zu einem Ausbruch auf der Oberseite zu neuen Rekorden an.

Der Coronavirus verlort zumindest an den vergangenen Handelstagen seinen Schrecken an der Börse. Die wirtschaftlichen Impulse mit einem Rückgang der Zölle seitens China auf Waren aus den USA und starken US-Wirtschaftsdaten könnten hier weiterhin die Kursphantasie anregen.

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Welche Termine stehen hier konkret im Fokus für die neue Handelswoche?

Für den Montag sind neben zwei Reden aus dem Umfeld der US-Notenbank FED keine Termine verzeichnet.

Dafür startet der Dienstag 11.00 Uhr mit der Konjunkturprognose der Europäischen Kommission und 16.00 Uhr mit einer Rede des FED-Präsidenten Powell durch.

Am Mittwoch steht 11.00 Uhr die EU-Industrieproduktion und 20.00 Uhr das US-Haushaltsbudget auf der Agenda. Dazwischen wird es auch wieder Reden von US-Notenbänkern geben, welche sich auf den Aktien- und Währungsmarkt auswirken können.

Eine Reihe von harten Fakten gibt es am Donnerstag. Mit dem Verbraucherpreisindex aus Deutschland 8.00 Uhr und aus den USA um 14.30 Uhr gilt der Blick den Kosten, welche wir Konsumenten am Ende des Wirtschaftskreislaufes hautnah spüren. Parallel werden wir gewohnt 14.30 Uhr erneut die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA veröffentlicht.

Der Freitag steht 8.00 Uhr im Zeichen des Bruttoinlandsproduktes aus Deutschland und 11.00 Uhr der EU. Während auf EU-Ebene keine Veränderung erwartet wird, könnte laut ersten Prognosen das BIP in Deutschland abnehmen. 14.30 Uhr runden dann Zahlen aus dem US-Einzelhandel, um 15.15 Uhr die US-Industrieproduktion und 16.00 Uhr das Uni Michigan Verbrauchervertrauen die Handelswoche ab.

Starten Sie mit diesen Informationen gut in die zweite Februar-Handelswoche und lassen Sie sich dabei gerne von weiteren Meinungen inspirieren.

Viel Erfolg wünscht Ihr Andreas Mueller (Bernecker1977)

 

 

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Risikohinweis: Der Handel mit Finanzprodukten ist risikoreich. Sie können Ihr eingesetztes Kapital verlieren. Diese Analyse ist keine Handelsempfehlung und enthält lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.


andreasmuellerAndreas Mueller ist unter dem Pseudonym „Bernecker1977“ als Trader, Referent und Coach seit 2001 aktiv. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen u.a. auf wallstreet-online seit dem Jahr 2005 in den „Tages-Trading-Chancen“ ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen.   Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

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