Bildquelle: Pressefoto © TUI Group

Die Börse ist immer wieder für Überraschungen gut. Am gestrigen Dienstag war die Entwicklung der TUI-Aktie verblüffend.

Obwohl der Reisekonzern eher maue Zahlen vorlegte, sprang die Aktie mehr als zehn Prozent in die Höhe. Im Detail: Dass der Konzern im ersten Quartal seines Geschäftsjahre 2019/20 (per 30.9.) rote Zahlen schreibt, ist keine Überraschung, sondern ein üblicher Prozess in dem saisonal extrem schwankenden Geschäftsmodell. Allerdings lag der operative Verlust (bereinigtes Ebit) mit 147 Millionen Euro um satte 77 Prozent über dem Vorjahreswert.

Vor allem die Miete und sonstige Mehrkosten für Ersatzflugzeuge für den noch immer ab Boden stehenden Typ Boeing 737 Max belasteten mit 45 Millionen Euro. Unter dem Strich verringerte sich der Nettoverlust aber um rund acht Prozent auf 129 Millionen Euro, was im Rahmen der Erwartungen lag.

Positiv nahm der Markt aber auf, dass TUI-Chef Fritz Joussen positiv nach vorne schaut. Dank der Insolvenz des Rivalen Thomas Cook erwartet er jetzt einen kräftig wachsenden Reiseabsatz für den Sommer. Er sieht zwar schrumpfende Reisemärkte in Deutschland und Großbritannien, erwartet aber einen klaren Ausbau der TUI-Marktanteile

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RaumEin Beitrag von Wolfgang Raum von Plusvisionen.de

Wolfgang Raum ist bereits seit mehr als 25 Jahren im Kapitalmarkt-Journalismus tätig, derzeit als freier Wirtschafts- und Börsenjournalist für einige Börsenbriefe und Banken-Newsletter, aber auch als Blogger. Von 2005 bis Sommer 2014 arbeitete er als Chefredakteur für das ZertifikateJournal. Zuvor verantwortete er mehr als fünf Jahre den renommierten Börsenbrief des Anlegermagazins CAPITAL, die CAPITAL Depesche. Der Derivate-Experte, zugleich Fan von Nebenwerten und Emerging Markets, ist zudem ein gern gesehener Experte bei Fernseh- und Radio-Interviews.

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Bildquellen: Wolfgang Raum / Pressefoto © TUI Group

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