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Während die Deutsche Bank-Aktie (WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008) im noch jungen Börsenjahr 2020 ein sattes Kursplus von etwas mehr als 40 Prozent verbuchen konnte, hinkte die Commerzbank (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001) in Sachen Performance hinterher. Das Plus lag lediglich bei rund 9 Prozent. Mit der Bekanntgabe der jüngsten Geschäftszahlen wurde der Versuch unternommen, dies zu ändern.

Ähnlich wie im Fall der Deutschen Bank waren es auch bei der Commerzbank weniger die Zahlen zum Geschäftsjahr 2019 selbst, die Anleger überzeugten, sondern eher der Umstand, dass der Konzernumbau, zu dem auch die comdirect-Komplettübernahme gehört, erste Früchte trägt und das Institut damit fit für die Zukunft gemacht wird.

Trotz eines Rückgangs um 25,3 Prozent zeigte sich das Management mit dem Nettogewinn in Höhe von 644 Mio. Euro zufrieden. Schließlich mussten Kosten für den Stellenabbau und eine höhere Steuerquote verkraftet werden. Auch am Markt zeigte man sich erleichtert, da ein noch deutlicherer Rückgang erwartet worden war.

Die Sparmaßnahmen zeigten ebenfalls bereits Wirkung. So wurde das Kostenziel erreicht. Die Verwaltungsaufwendungen gingen von 6,88 Mrd. Euro in 2018 auf nun 6,77 Mrd. Euro zurück. Zudem wurden die Erträge trotz eines schwierigen Umfeldes von 8,57 Mrd. Euro im Vorjahr auf 8,64 Mrd. Euro leicht gesteigert.

Für das laufende Geschäftsjahr geht die Geschäftsführung von bereinigten Erträgen mindestens auf dem Niveau von 2019 aus. Das Kostenziel liegt bei 6,7 Mrd. Euro plus bis zu 200 Mio. Euro für IT-Investitionen. Gleichzeitig wird jedoch die Vorsorge für mögliche Kreditausfälle auf mehr als 650 Mio. Euro aufgestockt. Zudem soll die Dividende 2020 auf dem Vorjahresniveau liegen. 2019 wurde die Ausschüttung um 5 Cent auf 15 Cent je Aktie gesenkt.

FAZIT. Während die Deutsche Bank-Aktie zuletzt regelrecht heiß gelaufen ist, hat die Commerzbank in dieser Hinsicht derzeit deutlich mehr Nachholbedarf. Daher könnte der MDAX-Wert einiges an Kurspotenzial bereithalten. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Lage nicht ganz so schlimm wie befürchtet ist und der Konzernumbau, wenn auch langsam, vorankommt. Zudem wirkt es beruhigend, dass die Börsen derzeit trotz Coronavirus nicht verrücktspielen.

Anleger, die von einem Comeback der Commerzbank-Aktie überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat Long (WKN: MF1G5A / ISIN: DE000MF1G5A0) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: MF3MR6 / ISIN: DE000MF3MR68) die Gelegenheit, auf fallende Kurse der Commerzbank-Aktie zu setzen.

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