Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Weitere Rekorde im DAX (ISIN DE0008469008 | WKN 846900) ließen die Kursnotierungen in der Vorwoche ansteigen und den Trend damit bestätigen. Hieran konnte auch der Coronavirus nichts ändern, auch wenn dieser zwischenzeitlich zu Verunsicherung führte. Die Kalenderwoche 7 geht damit als weitere Rekordwoche ein, in der Allzeithochs erzielt wurden. Bereits am Dienstag war es soweit. Mit einem Sprung über die 13.600 zum Handelsauftakt waren die Bullen geweckt und sämtliche Verluste aus der ersten Februarwoche wieder beseitigt. Diesen Stimmungswechsel hatten wir bereits in der Vorwochenanalyse erörtert (Rückblick):

Stimmungswechsel an Börse zum Start KW7
Stimmungswechsel an Börse zum Start KW7

Mit diesem Schwung wurde das bisherige Allzeithoch intraday am Dienstag gebrochen und am Mittwoch deutlich überschritten. Im Chartbild stellte dies eine Art „Initialzündung“ dar:

Nächste Etappe im DAX-Aufwärtstrend
Nächste Etappe im DAX-Aufwärtstrend

Mit 13.749 Punkten schloss der Mittwoch auf einem weiterem Rekordlevel, welches am Donnerstag mit 13.745 und Freitag mit 13.744 Punkten zum XETRA-Schluss mehrfach bestätigt wurde. Geht unserem Aktienindex hier die Luft aus?

Immerhin gab es auch eine heftige Gegenbewegung am Donnerstag, welche sich jedoch im Nachgang als Bärenfalle entpuppte. Um dies erfolgreich zu handeln, bedarf es engen Stopps und damit einer klaren Risikobegrenzung. Dies habe ich beispielsweise mit dem Broker JFD (weitere Infos) umgesetzt und in der Bewegung die Position immer weiter reduziert:

Trading im DAX mit Risikomanagement
Trading im DAX mit Risikomanagement

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Die Tages-Rahmendaten zeigen keinen Volumenausreißer und auch keine übermäßige Volatilität:

DAX-Handelstage KW7
DAX-Handelstage KW7

Der Gesamttrend der Woche bleibt positiv und mündet nun im Bereich von 13.750 bis 13.790 Punkten:

DAX-Widerstandsbereich
DAX-Widerstandsbereich

Damit präsentiert sich der Februar mit nunmehr 5,8 Prozent Gewinn sehr solide und schließt fast an die starken Monate des Vorjahres April und Juni an. Dort gewann der DAX jeweils mehr als 6 Prozent hinzu und legte damit den Grundstein für die starke Jahresperformance in 2019.

Setzen wir diesen Trend nun in der Kalenderwoche 8 fort?

Die gezeigte gelbe Zone im vorangegangenen Chartbild war der Trigger für neue Allzeithochs. Er wurde noch einmal mit einem Pullback am Donnerstag getestet und kann somit als solide Unterstützung im Chartbild verbleiben:

Widerstand wurde zu Unterstützung im DAX
Widerstand wurde zu Unterstützung im DAX

Eine weitere Stufe wäre erobert, wenn der aktuelle Widertstandsbereich oberhalb der 13.750 durchschritten und zu einem Ausbruch über 13.800 Punkten führt. Dies konnte weder im XETRA-Handel (vorangegangene Charts) noch im Endloskontrakt in der Vor- oder Nachbörse umgesetzt werden, wie folgendes Bild aufzeigt:

Allzeithochs im DAX-Endloskontrakt
Allzeithochs im DAX-Endloskontrakt

Damit unterscheidet sich dieses Allzeithoch grundlegend von den Rekorden aus Januar. Hier wurde intraday das neue Hoch immer wieder verkauft und der Schlusskurs lag in der Regel rund 100 Punkte von diesem kurzfristigen Rekordlevel entfernt. Nicht so in der vergangenen Woche.

Diese Nähe des Kurslevels zu neuen Höhen regt nun die Freude der Anleger auf weitere Kursgewinne an. Es lockt die runde 14.000 und wird in den Medien auch entsprechend diskutiert.

Wie stark und wann die Nachwirkungen des Coronavirus hier an der Börse bewertet werden, bleibt offen. Etwa 7 Wochen nach Bekanntgabe dieser Epidemie gibt es zwar immer wieder Meldungen verschiedener Unternehmen zu Einschränkungen von Produktion, Lieferung und folglich Umsatz, doch nachhaltig hat dies an der Börse bisher keine Auswirkungen gezeigt.

Als Trader sollte man daher diese News zwar im Auge behalten, jedoch nicht jedes neue Hoch shorten. Entsprechende Signale sind beispielsweise Korrekturlevel aus der Vorwoche bei 13.710 im kurzfristigen Rahmen, 13.670 und 13.600 mittelfristig und der Test aus dem großen Chartbild vom Ausbruchslevel um 13.570 / 13.610 Punkte:

DAX-Korrekturlevel KW8/2020
DAX-Korrekturlevel KW8/2020

In der Rückbetrachtung waren dies jeweils spannende Marken, die bei einem Bruch intraday für Kursgewinne sorgten und bei Rückeroberung / Halt entsprechende Einstiege der Bullen darstellten. Dies werde ich in der neuen Handelswoche ebenso halten und entsprechende Charts mit Handelsvorbereitung börsentäglich für Sie bereitstellen.

Welche Termine stehen in der neuen Woche an?

Der Montag hält neben dem Bruttoinlandsprodukt aus Japan im Wesentlichen nur die Rede des EZB-Mitglieds Lane am Mittag bereit.

Dienstag geht der Blick 10.30 Uhr nach Grossbritannien und deren Arbeitslosenquote. 11.00 Uhr wird dann die ZEW-Umfrage mit den entsprechenden Erwartungen zur Konjunktur in Deutschland veröffentlicht. 14.30 Uhr steht der New York Empire-State-Produktionsindex auf der Agenda.

Am Mittwoch startet die mehrtägige nicht-geldpolitische Sitzung der EZB und 10.00 Uhr die Leistungsbilanz der EU. Die Erzeugerpreise aus den USA runden 14.30 Uhr, neben dem US-Redbook Index 14.55 Uhr, die Daten über den Handelstag hinweg ab. Erst am Abend 20.00 Uhr sollte man noch einmal auf das FOMC Protokoll der US-Notenbank FED schauen.

Der Donnerstag startet bereits am Morgen 8.00 Uhr mit den Erzeugerpreisen aus Deutschland und dem GfK Verbrauchervertrauen. 10.30 Uhr steht der Einzelhandel aus Grossbritannien im Mittelpunkt und 14.30 Uhr die wöchentliche Veröffentlichung der US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung.

Zum Wochenausklang stehen am Freitag 9.30 Uhr der Deutsche Einkaufsmanagerindex und der Market PMI Gesamtindex an. Selbige Daten werden 10.00 Uhr für die gesamte EU, 10.30 Uhr für Grossbritannien und 15.45 Uhr für die USA nachgereicht. Neben diesen Daten hält das EZB-Mitglied Lane und das FOMC-Mitglied Brainard eine Rede.

Starten Sie mit dieser Vorbereitung bestens in die neue DAX-Woche und lassen Sie sich dabei von weiteren Tradingideen inspirieren.

 

Der Trading-Chat: Einfach besser informiert

 

Viel Erfolg wünscht Ihr Andreas Mueller (Bernecker1977)

 

*Platzierte Produkte/Tools sind entsprechend markiert und Werbung.

 

Risikohinweis: Der Handel mit Finanzprodukten ist risikoreich. Sie können Ihr eingesetztes Kapital verlieren. Diese Analyse ist keine Handelsempfehlung und enthält lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.


andreasmuellerAndreas Mueller ist unter dem Pseudonym „Bernecker1977“ als Trader, Referent und Coach seit 2001 aktiv. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Mueller seine Erfahrungen u.a. auf wallstreet-online seit dem Jahr 2005 in den „Tages-Trading-Chancen“ ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen.   Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

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