Bildquelle: Nel

Es zeichnet sich immer mehr ab, dass Wasserstoff zu den größten Profiteuren der Energiewende gehören dürfte. Das sieht offenbar auch die deutsche Bundesregierung so, welche die Stahl- und Chemieindustrie beim Einsatz von klimafreundlichem Wasserstoff unterstützen will. Entsprechende Regelungen haben die Ministerien in die Wasserstoff-Strategie des Bundes eingebaut, wie ein neuer Entwurf zeigt, der der Nachrichtenagentur Reuters seit Montag vorliegt.

Pilotprogramm
Wegen der im Vergleich zu Gas oder Kohle deutlich höheren Kosten von Wasserstoff will die Regierung zunächst in einem Pilotprogramm sogenannte Carbon Contracts of Difference (CDF) vergeben. Ziel der CDFs ist es, die Kosten pro Tonne CO2 auszugleichen, welche die Unternehmen mit dem Wasserstoff-Einsatz vermieden haben. Bei der Berechnung der Differenzkosten wird berücksichtigt, dass die Unternehmen beim Einsatz von fossilen Brennstoffen auch den europäischen CO2-Preis hätten zahlen müssen.

Das Vorhaben war auf Initiative des Umweltministeriums in das Konzept aus dem Hause des Wirtschaftsressorts aufgenommen worden. Wasserstoff ist von hoher Bedeutung für die Stahl- und Chemieindustrie, da es hier weiterhin nicht möglich ist, für die chemischen Prozesse Kohle oder Gas allein durch Strom zu ersetzen.

Konzept umstritten
Das Konzept ist aber zwischen den Ressorts weiterhin umstritten. Es bleibt fraglich, wie die Produktion im großen Stil gefördert werden kann. Fest steht bislang nur, dass der mit Hilfe erneuerbarer Energien produzierte Brennstoff vor allem aus wind- und sonnenreichen Ländern importiert wird. Das neue Konzept soll Ende März im Kabinett beschlossen werden, plant das Wirtschaftsressort.

Kurs-Rallye bei Nel
Dass am Wasserstoff bei der Energiegewinnung künftig kein Weg mehr vorbeiführt, sehen auch immer mehr Anleger so. Dies zeigt sich exemplarisch an der Kursentwicklung von Nel (WKN: A0B733 / ISIN: NO0010081235). Die Aktie des norwegischen Wasserstoff-Spezialisten verzeichnete im zurückliegenden Börsenjahr 2019 einen gewaltigen Kursanstieg um über 90 Prozent. Im neuen Jahr setzte sich die Kurs-Rallye zunächst fort. Die Aktie kletterte bis zum 20. Februar auf ein neues Allzeithoch bei 1,53 Euro.

Turbulente Kursentwicklung
Im Zuge des Coronavirus-Crashs an den Börsen setzte Nel bis Ende Februar auf die bei rund 0,80 Euro verlaufende 200-Tage-Linie zurück. Es folgte bis Anfang März eine steile Aufholbewegung bis knapp über die 1,20er-Marke und ein erneuter Rückfall bis auf 0,83 Euro. Die Aktie notiert also aktuell knapp über der 200-Tage-Linie und damit im übergeordneten Aufwärtstrend.

Hier liegen die nächsten Kursziele
Kann Nel den Aufwärtstrend verteidigen, könnte es wieder schnell bis auf das Top vom 5. März bei 1,22 Euro nach oben gehen. Darüber wäre der Weg charttechnisch frei bis zum Februar-Allzeithoch bei 1,53 Euro. Für long ausgerichtete Anleger eröffnet sich damit aktuell ein Gewinnpotenzial von über 70 Prozent.

Anleger, die von der Stärke des norwegischen Wasserstoff-Spezialisten Nel überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat (WKN: MF33JA / ISIN: DE000MF33JA1) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

Neben Nel sind weitere Unternehmen, die in besonderer Weise vom Trendthema Wasserstoff profitieren sollten, im E-Mobilität Wasserstoff Index der Börsenmedien AG zusammengefasst. Anleger, die von der Stärke des E-Mobilität Wasserstoff Index überzeugt sind, können mit einem Mini-Future Long (WKN: MC2G7J / ISIN: DE000MC2G7J3) gehebelt von Kurssteigerungen der Branche profitieren.

Bildquelle: Nel

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[…] den Bereichen Energie und Mobilität genießen die Themen Wasserstoff und Brennstoffzelle nur ein Nischendasein. Nicht so an der Börse. Dort ist rund um einige […]

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[…] Nel (WKN: A0B733 / ISIN: NO0010081235) legte in den vergangenen Monaten eine sensationelle Kurs-Rallye auf dem Börsenparkett hin. Nachdem die Aktie im Zuge des jüngsten Börsen-Crashs im März ein 7-Jahres-Tief bei 0,63 Euro markierte, wechselten die Notierungen in den Höhenflug. Dabei ging es bis zum vergangenen Donnerstag bis auf 1,95 Euro nach oben. Das bedeutete ein Kursplus von 210 Prozent in nur rund drei Monaten und gleichzeitig neue historische Höchststände. […]