Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Die überraschend verhaltenen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank und der Schock über ein US-Einreiseverbot für Europäer haben den DAX am Donnerstag weiter in die Tiefe fallen lassen. Für den Index ging es um 12 Prozent nach unten. Das war der zweitgrößte prozentuale Kurseinbruch in der Geschichte.

Starkes Verkaufssignal
Im Zuge des Kursverfalls durchbrach der DAX am Donnerstag die psychologisch wichtige 10.000er-Marke und generierte damit ein weiteres starkes Verkaufssignal. Am Ende des Handelstages ging das Barometer bei 9.161 Punkten aus dem Handel, was den tiefsten Kursstand seit Februar 2016 bedeutete.

Technische Gegenbewegung
Nach dem heftigen Kurseinbruch konnte sich der DAX am Freitagmorgen stabilisieren. Zeitweise kletterten die Notierungen um rund 3 Prozent in den Bereich der 9.400er-Marke. Im weiteren Handelsverlauf verringerte sich das Plus dann auf rund 1 Prozent, womit der DAX wieder zurück unter die 9.300er-Marke fiel. Charttechnisch zeigen die Kurspfeile damit weiterhin klar nach unten.

Hier liegen die nächsten Korrekturziele
Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Schlusskurs vom Donnerstag bei 9.161 Punkten und das Tagestief bei 9.139 Punkten in Kürze getestet werden. Sollte diese Unterstützung unterschritten werden, eröffnet sich weiteres Abwärtspotenzial bis zum 2016er-Jahrestief bei 8.699 Punkten. Eine weitere Unterstützung darunter ist das Tief von 2014 bei 8.354 Zählern.

Diese Marken müssen zurückerobert werden
Gibt es dagegen eine technische Gegenbewegung nach oben, dürfte im ersten Lauf das Tagestief vom Mittwoch bei 10.390 Punkten angesteuert werden. Die nächsten Kursziele darüber sind die runden Marken bei 11.000 und 12.000 Punkten.

Baldiger Aufwärtstrendwechsel unwahrscheinlich
Einen Wechsel zurück in den langfristigen Aufwärtstrend würde es erst geben, wenn die Rückeroberung der bei 12.580 Zählern verlaufenden 200-Tage-Linie gelingt. Bis hierhin fehlt dem DAX aber ein Anstieg von 34 Prozent, womit dieses Szenario derzeit in weiter Ferne liegt.

Fazit
Nach dem gewaltigen Kurseinbruch vom Donnerstag dürfte sich der DAX kurzfristig erholen. Mittelfristig steht die Börsenampel für den DAX dagegen auf Rot, wie der hohe negative Abstand zur 200-Tage-Linie und das Unterschreiten der wichtigen 10.000er-Marke belegen. Deshalb könnten bald neue Tiefststände verzeichnet werden.

Anleger, die von weiteren Kursverlusten des DAX überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat Short (5x) (WKN: VF7CS9 / ISIN: DE000VF7CS90) gehebelt von Kursverlusten profitieren. Auch Optimisten steht ein passendes Faktorzertifikat Long (4x) (WKN: VL51V8 / ISIN: DE000VL51V86) zur Verfügung.

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

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