Bildquelle: Pressefoto © Drägerwerk AG & Co. KGaA

Die überraschende und drastische Leitzinssenkung der Fed vom Sonntag sowie die Ankündigung neuer Anleihenkäufe haben die Märkte nicht beruhigt, stattdessen machte sich erneut Panik breit. Der DAX verlor am Montag zeitweise mehr als 10 Prozent an Wert. Dies hielt die Drägerwerk-Aktie (WKN: 555063 / ISIN: DE0005550636) jedoch nicht davon ab, regelrecht abzuheben.

Der im deutschen Kleinwerteindex SDAX gelistete Medizintechnik-Konzern Drägerwerk wurde schon zuvor zu den möglichen Profiteuren der Corona-Pandemie gezählt. Jetzt konnte sich das Unternehmen über einen Großauftrag vonseiten der Bundesregierung freuen.

Demnach hat Dräger von der Bundesregierung einen Großauftrag zur Lieferung von 10.000 Beatmungsgeräten erhalten. Dazu werden die Produktionskapazitäten in Lübeck erheblich ausgeweitet. Außerdem liefert Dräger an die Bundesregierung auch persönliche Schutzausrüstung für das Personal in Krankenhäusern.

Während die Dräger-Aktie am Montag zeitweise um knapp 70 Prozent in die Höhe schießen konnte, zeigten sich nicht sämtliche Marktteilnehmer begeistert. Die Analysten bei Warburg Research verwiesen auf die kräftigen Überkapazitäten, die entstehen würden, wenn Corona überstanden sein sollte. Daher wurde zwar das Kursziel für die Dräger-Aktie von 53,00 auf 61,00 Euro abgehoben, das „Hold“-Rating jedoch bestätigt.

FAZIT. Corona bleibt für Unternehmen wie Drägerwerk ein zweischneidiges Schwert. Der Medizintechnik-Konzern selbst hatte bei der Vorlage der jüngsten Geschäftszahlen von positiven Nachfrageeffekten bei Schutzausrüstungen und Beatmungsgeräten für Krankenhäuser berichtet, jedoch auch die Risiken herausgestellt, die sich für die Gesamtwirtschaft ergeben würden. Daher bleibt es fraglich, ob der jüngste Kursausbruch nachhaltig ist.

Anleger, die auf einen Aufwärtstrend der Drägerwerk-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: MF8LK3 / ISIN: DE000MF8LK38) auf der Long-Seite an.

Bildquelle: Pressefoto © Drägerwerk AG & Co. KGaA

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[…] Medizintechnikkonzern Drägerwerk (WKN: 555063 / ISIN: DE0005550636) hat seine Jahresprognose 2020 aufgehoben“, heißt es in […]

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[…] Im Zuge der Coronavirus-Pandemie hatte Drägerwerk zuletzt immer wieder mit spektakulären Großaufträgen punkten können. Beispielsweise hat das SDAX-Unternehmen Ende März einen Auftrag des US-Gesundheitsministeriums für die Lieferung von N95-Atemschutzmasken (FFP2-Standard) im höheren zweistelligen Millionenbereich erhalten. Bereits zuvor hatte die Bundesregierung 10.000 Beatmungsgeräte bestellt. […]