Bildquelle: markteinblicke.de

Wir leben in besonderen Zeiten. Eigentlich wollten wir den folgenden Satz nie lesen: Ein neuartiges Virus hat nicht nur die Börsen voll im Griff, sondern verändert auch unser gesamtes Alltagsleben. Doch das Coronavirus Sars-CoV-2 zeigt uns auf eindrückliche Art und Weise die Grenzen auf. Dennoch sollten wir mit Optimismus in die Zukunft schauen.

Herausforderung für alle
Es ist auch für uns als Herausgeber eine Herausforderung, mit den neuen Umständen umzugehen. Dennoch meinen wir, dass wir, wann auch immer uns das Thema Corona an der Börse und vor allem in unserem Alltag nicht mehr beschäftigen und massiv einschränken wird wie jetzt, am Ende alle als (moralische) Sieger vom Platz gehen werden. Denn wir dürften dann alle mehr oder weniger zu der Erkenntnis gelangt sein, dass bei allen Problemen um Lieferketten, Verwerfungen an den Finanzmärkten, Grenzschließungen und einer sich anbahnenden heftigen Rezession eines das Wichtigste ist:

Unsere Gesundheit und die eigene Familie. Prioritäten setzen war und ist immer wichtig. Nicht nur in der Geldanlage, über die wir seit Jahren mit viele Freude und Begeisterung berichtet haben und es auch noch weiter tun. Von daher – lassen Sie sich nicht unterkriegen. In keinem Bereich Ihres Lebens. Auch nicht an der Börse.

Keine seriöse Prognosen
Es gibt derzeit keinen Experten, der seriöse Prognosen rund um die künftigen Auswirkungen des Coronavirus treffen will. Das ist richtig. Bleiben Sie aber besonnen. Wer auf einen langfristigen Horizont investiert ist, wird weiterhin am Ende die Früchte seines Engagements ernten. Die Vergangenheit an den Finanzmärkten lehrt uns bisher immer eines: Auf jede Krise folgt eine Erholung.

Kurzfristig dominiert Unsicherheit
Wie die Kursbewegungen der letzten 14 Tage gezeigt haben, ist die Lage alles andere als klar. Die Korrektur vom Rekordhoch Mitte Februar aus gerechnet nähert sich inzwischen den 40 Prozent – ein Ende der Abwärtsbewegung ist trotz billionenschwerer Stützungsmaßnahmen der Notenbanken nicht in Sicht. Inzwischen wird bereits über offen über Börsenschließungen debattiert. Ein Szenario, dass angesichts des weltweiten Lock-downs nicht so unwahrscheinlich ist, wie manche glauben – auch wenn die Wall Street etwa ab Montag komplett auf elektronischen Handel umsteigt und das Parkett schließt. Doch die Lage an den Finanzmärkten ist dramatisch, weil es bei den Unternehmen dramatisch ist.

Wer kein Geschäft mehr hat, steht letztlich aktuell vor dem Nichts und muss warten, bis sich die Lage beruhigt hat. Doch wie lange der Stillstand dauert, ist nicht abzusehen. Ein Zeitraum bis zu den Osterferien ist bisher im Gespräch, es kann aber schnell auch bis in den Sommer hineingehen. Und dann reden wir nicht mehr nur von einem ein-prozentigen BIP-Rückgang auf Jahressicht, wie das ZEW am Dienstag prognostizierte. Bereits jetzt ist klar: Die Welt nach Corona wird eine andere sein.

Strukturwandel wird beschleunigt
Wir versuchen angesichts der aktuellen Lage verstärkt in die Zukunft zu schauen. Bereits jetzt ist ein Trend überdeutlich zu sehen: Die Digitalisierung wird durch die Corona-Krise massiv beschleunigt – vor allem in den Bereichen, die bisher eher „geschlafen“ haben. Die Folge: Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, werden am Ende der Krise als große Gewinner dastehen. Gemeint sind damit nicht nur Anbieter, die Dienstleistungen rund um das „Home Office“ anbieten, sondern alle Unternehmen von der Infrastruktur (5G, Telekom-Anbieter) über die Bereitstellung von Technologiesystemen (Endgeräte, Cloud) bis zu komplett neuen Ideen.

Viele Bereiche des täglichen Lebens werden sich der Digitalisierung nicht mehr entziehen. Bargeldloses Zahlen, Online-shoppen, digitale Medienprodukte, digitale Bildung. Dies alles wird sich durch den Verzicht auf das bisherige Leben in den kommenden Wochen einüben. Weil man dazu gezwungen ist. Am Ende der Krise werden gewisse Dinge aber nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Fazit
So bitter die aktuelle Situation ist, so sehr sollten wir uns davon nicht herunterziehen lassen. Lassen Sie uns in die Zukunft blicken, denn wie bereits in der Vergangenheit, werden wir auch diese Krise überstehen.

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund und verlieren Sie Ihren Optimismus nicht.

Ihre marktEINBLICKE-Gründer
Christoph A. Scherbaum & Marc O. Schmidt

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