Bildquelle: Pressefoto Roche

Roche (WKN: 855167 / ISIN: CH0012032048) könnte zu den großen Gewinnern der Coronavirus-Krise gehören. Der Schweizer Pharmakonzern hatte am vergangenen Donnerstag mitgeteilt, an Lösungen für die Corona-Krise zu arbeiten.

Laut der Unternehmensmitteilung wird Roche mit Unterstützung der US-Gesundheitsbehörde FDA schon Anfang April ein Phase-3-Programm mit dem Mittel Actemra/RoActemra zur Behandlung von Patienten beginnen, die mit einer schweren Coronavirus-Lungenentzündung bereits stationär behandelt werden. Die Actemra-Kombination soll mit Placebo plus Standardtherapie verglichen werden.

Notfall-Zulassung für Coronavirus-Test
Erst vor Kurzem hat Roche die Notfall-Zulassung für seinen Coronavirus-Test erhalten. Die derzeit vorhandene Zahl der Coronavirus-Tests reicht nach Angaben der Pharmaindustrie nicht aus, um wie von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen weitreichende Tests durchzuführen.

Hohe Nachfrage
„Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem“, erklärte der Chef der Schweizer Pharmafirma Roche, Severin Schwan, in der vergangenen Woche in einer virtuellen Pressekonferenz des Dachverbands der Pharmafirmen, IFPMA. „Es ist wichtig, dass die Tests zunächst für Risikopatienten und solche mit Krankheitssymptomen sind. Breites Testen ist einfach nicht möglich.“

Kapazitäten werden stündlich erhöht
Roche gehörte zu den ersten Unternehmen, die eine US-Zulassung für einen hoch automatisierten Coronavirus-Test erhalten hatten. Dieser ermöglicht es, innerhalb von 24 Stunden bis zu 4.000 Proben auf das Virus Sars-CoV-2 zu testen. Auch andere Pharmaunternehmen bieten inzwischen entsprechende Testverfahren an. Laut Roche-Chef Schwan werden die Kapazitäten stündlich erhöht. Auf Monatsbasis stünden inzwischen Tests im zweistelligen Millionenbereich zur Verfügung.

Hohes Maß an innerer Stärke
Die Aktie von Roche konnte sich dem Abwärtssog des Coronavirus-Crashs in den vergangenen Wochen zwar nicht ganz entziehen, bewies aber dennoch ein hohes Maß an innerer Stärke. So begrenzt sich hier der Kursrücksetzer seit dem Top vom Februar bei 345 Schweizer Franken auf vergleichsweise moderate 19 Prozent (aktuell: 278,80 Schweizer Franken).

Gewinnperspektive: +43 Prozent
Sollten sich die Börsen wieder stabilisieren, dürfte die Aktie von Roche zu den größten Gewinnern gehören. Die nächsten Kursziele sind hier das Zwischenhoch vom März bei 325 Schweizer Franken und das Februar-Top bei 345 Schweizer Franken.

Über letzterer Kursbarriere würde dann die 400er-Marke in den Fokus rücken. Mittelfristig eröffnet sich damit ein Gewinnpotenzial von aktuell 43 Prozent.

Anleger, die von der Stärke von Roche überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat (3x) Long (WKN: MF1FUF / ISIN: DE000MF1FUF2) gehebelt von Kurssteigerungen der Aktie des schweizerischen Pharmakonzerns profitieren. Skeptiker haben mit dem Faktorzertifikat (3x) Short (WKN: MC3H68 / ISIN: DE000MC3H689) die Chance, auf sinkende Kurse zu setzen.

Bildquelle: Pressefoto Roche

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