Bildquelle: Pressefoto BYD Europe

Die Aktie des chinesischen Elektroautobauers BYD (WKN: A0M4W9 / ISIN: CNE100000296) stand am gestrigen Mittwoch unter kräftigem Verkaufsdruck. Zwischenzeitlich ging es für die Papiere um über 7 Prozent nach unten. Grund für den heftigen Kurseinbruch waren die jüngsten Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2019.

Während das Umsatzniveau mit umgerechnet 15,8 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr (15,8 Mio. Euro) verteidigt werden konnte, brach der Nettogewinn um 40 Prozent auf 275 Mio. Euro ein. Damit wurden die Erwartungen der meisten Analysten deutlich verfehlt.

Handelskrieg belastet
Im Geschäft mit Elektromobilität litt BYD 2019 vor allem unter dem Handelskrieg zwischen den USA und China. Auch geopolitische Risiken, die auf die Weltwirtschaft durchschlugen und der Abwärtsdruck auf die Binnenwirtschaft hätten das Unternehmen belastet, hieß es in einer Stellungnahme im Rahmen der Bilanzveröffentlichung.

In der Volksrepublik sei es der Rückgang der Subventionen gewesen, der das Automobilgeschäft belastet habe. Dies habe sich in einem stark rückläufigen Verkaufsvolumen neuer Energiefahrzeuge in der zweiten Jahreshälfte niedergeschlagen.

BYD zeigt sich zuversichtlich
Für das laufende Jahr 2020 erwartet der Tesla-Konkurrent infolge der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie weiteren Gegenwind. Dennoch zeigt sich der Konzern verhalten positiv – insbesondere vor dem Hintergrund, dass Europa und die USA sukzessive relevante Richtlinien eingeführt haben, um die Entwicklung neuer Elektrofahrzeuge weiter zu fördern.

Marktposition soll ausgebaut werden
Im laufenden Jahr will BYD wegen des zunehmend harten Wettbewerbs im Bereich der neuen Energie weiterhin konkurrenzfähige Modelle auf den Markt bringen. Auch im Bereich öffentliche Verkehrsmittel, in dem BYD mit Elektrobussen Marktführer ist, will der Konzern seine Marktposition weiter ausbauen.

200-Tage-Linie im Fokus
An der Börse könnte BYD in Kürze ein neues Kaufsignal generieren. Nachdem die Aktie zwischen Mitte Februar und Mitte März um 38 Prozent korrigiert und zwischenzeitlich ein 4-Jahres-Tief bei rund 4 Euro markiert hatte, folgte eine neue Aufhol-Rallye in den Bereich der 4,90-Euro-Marke, wo die 200-Tage-Linie verläuft. Diese entpuppte sich als Kurswiderstand, woraufhin die Notierungen in den Bereich der 4,50er-Marke zurücksetzten.

Gewinnpotenzial: +40 Prozent
Das bedeutet, charttechnisch gilt es als Nächstes, die Kursbarriere bei 4,90 Euro zu überwinden, um in den übergeordneten Aufwärtstrend zurückzuwechseln. Sollte dies gelingen, stellt sich das nächste Kursziel auf das 10-Monats-Hoch vom Februar bei 6,40 Euro. Damit errechnet sich bei der BYD-Aktie ein kurzfristiges Gewinnpotenzial von rund 40 Prozent.

Anleger, die von der Stärke von BYD überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat Long (WKN: MF8MQ8 / ISIN: DE000MF8MQ80) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren.

Bildquelle: Pressefoto BYD Europe

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