Bildquelle: Pressefoto © SAP AG / Stephan Daub

Wegen der Coronavirus-Pandemie schraubt SAP (WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600) die Prognosen für 2020 herunter. Der im DAX und im TecDAX notierte Software-Konzern rechnet nun damit, dass der Umsatz in einer Spanne zwischen 27,8 und 28,5 Mrd. Euro liegen werden. Ursprünglich wurden 29,2 bis 29,7 Mrd. Euro angepeilt.

Das Betriebsergebnis dürfte laut SAP in einer Spanne zwischen 8,1 und 8,7 Mrd. Euro liegen. Hier ging das in Walldorf ansässige Unternehmen im Vorfeld von einem Wert zwischen 8,9 bis 9,3 Mrd. Euro aus.

Lizenzerlöse eingebrochen
SAP zufolge sind die Software-Lizenzerlöse im ersten Quartal nach vorläufigen Zahlen um 31 Prozent auf 0,45 Mrd. Euro eingebrochen, weil eine bedeutende Zahl von Neuabschlüssen verschoben worden sei.

Die Geschäftstätigkeit in den ersten beiden Monaten des ersten Quartals sei noch solide gewesen. Zum Ende des ersten Quartals hätten sich die Auswirkungen der Coronavirus-Krise dann jedoch rasch verstärkt.

Scharfer Kurseinbruch
Die Aktie von SAP wurde im Zuge des jüngsten Börsen-Crashs ebenfalls deutlich in Mitleidenschaft gezogen. Zwischen Mitte Februar und Mitte März korrigierten die Notierungen um 37 Prozent, wobei am 16. März in der Spitze ein 2-Jahres-Tief bei 82 Euro markiert wurde.

200-Tage-Linie im Visier
Seitdem konnte die Aktie wieder deutlich Boden gutmachen und arbeitete sich inzwischen bis in den Bereich der 105er-Marke nach oben. Sollte sich die neue Aufholbewegung fortsetzen, gilt es als Nächstes, die 200-Tage-Linie (115 Euro) zurückzuerobern, um in den langfristigen Aufwärtstrend zurückzuwechseln.

Gewinnpotenzial: +23 Prozent
Gelingt der Ausbruch über den gleitenden Durchschnitt, stellt sich das nächste Kursziel auf das Allzeithoch vom Februar bei 129,60 Euro. Ausgehend vom aktuellen Kursniveau errechnet sich damit ein mittelfristiges Gewinnpotenzial von 23 Prozent.

Anleger, die auf eine Fortsetzung der Kletterpartie der SAP-Aktie setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen des DAX-Wertes profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: VE97V4 / ISIN: DE000VE97V40) auf der Long-Seite an. Pessimisten haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: VE568V / ISIN: DE000VE568V2) die Gelegenheit, auf fallende Kurse der SAP-Aktie zu setzen.

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[…] DE0007164600). Wegen der nach wie vor anhaltenden Coronavirus-Pandemie musste der DAX-Konzern die Prognose für 2020 nach unten anpassen. Die SAP-Aktie konnte zuletzt trotzdem deutlich Boden gutmachen und liegt am Donnerstagmittag […]

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[…] dies nicht, dass nicht auch die Walldorfer unter COVID-19 zu leiden hatten. Der Konzern hatte seine Ziele für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Die Umsatzprognose wurde von 29,2 bis 29,7 Mrd. Euro auf […]