Bildquelle: markteinblicke.de

Die Entwicklung bei den Rohölpreisen wird von Anlegern und Verbrauchern weiterhin mit Spannung verfolgt. Stehen die Rohölkurse vor dem nächsten Rückschlag oder liegen die Tiefststände schon hinter uns. Die Nachricht, dass sich wichtige Förderländer nun auf eine beispiellose Drosselung der Ölproduktion geeinigt haben, lässt aktuell letzteres vermuten.

Förderlimits werden angepasst
Im Mai und Juni werden die Mitglieder des Ölkartells Opec und ihre Partner insgesamt 9,7 Millionen Barrel am Tag weniger fördern, erklärte die Opec am Montag. Auch danach werden bis Ende April 2022 die Förderlimits an die wegen der Coronavirus-Krise eingebrochene Nachfrage angepasst.

Reichen diese Maßnahmen aus?
Branchenexperten gehen jedoch davon aus, dass die Maßnahmen den durch die Coronavirus-Krise niedrigen Verbrauch kurzfristig aber nicht ganz ausgleichen kann. Demnach wird die Nachfrage im zweiten Quartal um 15 Mio. Barrel pro Tag sinken.

Widerstand Mexikos
Die Einigung der 23 Ölförderstaaten war im Grundsatz bereits am Freitag erzielt worden, war aber durch den Widerstand Mexikos bis zuletzt noch nicht in trockenen Tüchern. Bei einer Opec+-Sondersitzung per Videoschalte gingen die Partner dann aber auf den dringenden Wunsch Mexikos ein, nur 100.000 Barrel Förderkürzung statt der geforderten 400.000 Barrel beizutragen.

Massive Produktionskürzung
US-Präsident Donald Trump hatte bereits angekündigt, die USA seien bereit, ihre Ölproduktion in Abstimmung mit Mexiko entsprechend zu kürzen. Die gesamte Produktionskürzung entspricht etwa 10 Prozent der täglichen globalen Ölförderung.

Großes Gewinnpotenzial auf der Long-Seite
Die Preise für Rohöl der Sorten Brent und WTI brachen seit Jahresanfang um rund 50 Prozent ein. Gründe für den Crash sind die Ausweitung der Fördermenge Saudi-Arabiens und der Rückgang des Rohöl-Bedarfs durch die Coronavirus-Pandemie.

Die nun beschlossenen Maßnahmen der Opec dürften die Rohölpreise jetzt stabilisieren und könnten die Grundlage schaffen für die nächste Aufholbewegung. Auf der Long-Seite eröffnet sich dementsprechend großes Gewinnpotenzial.

Anleger, die auf eine neue Aufholbewegung der Rohölpreise (Brent) setzten und sogar überproportional von steigenden Kursen profitieren möchten, schauen sich am besten entsprechende Hebelprodukte (WKN: MC7XFQ / ISIN: DE000MC7XFQ3) auf der Long-Seite an. Pessimisten haben ebenfalls mit passenden Short-Produkten (WKN: MC71VE / ISIN: DE000MC71VE5) die Gelegenheit, auf fallende Kurse des Brent-Kurses zu setzen.

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