Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

Wenig Veränderung auf Wochensicht zeigte in der kurzen Handelswoche unser DAX (ISIN DE0008469008 | WKN 846900) auf, wie stark das Interesse am Aktienmarkt weiterhin ist. Denn herbe Rückschläge gab es keine. Vielmehr kam es zum Test des Unterstützungsbereiches. Ist an der Börse das Thema Corona somit verdaut?

Rund 100 Punkte Abschlag waren am Ende dieser kurzen Handelswoche nach Ostern ein gutes Ergebnis. Immerhin sind wir noch mitten in der Coronakrise, wie man den Medien und vor allem den Unternehmensmeldungen in der nun gestarteten Quartalssaison entnehmen muss.

Wochenverlauf DAX KW16
Wochenverlauf DAX KW16

Dabei konnten wir auf spannende Signale beim Trading schauen und vor allem mit der GAP-Strategie immer wieder entsprechende Ziele herausarbeiten. Immerhin gab es an den wenigen Handelstagen um Ostern herum täglich ein GAP. Sie wurden am Ende entsprechend geschlossen, wie hier vermerkt ist:

Geschlossene GAPs in der Handelswoche
Geschlossene GAPs in der Handelswoche

Zudem ist auch das „Oster-GAP“ geschlossen, was wir in der Vorwochenanalyse entsprechend skizzierten (Rückblick):

Oster-GAP im DAX nun geschlossen
Oster-GAP im DAX nun geschlossen

Wie man dies traden kann, zeigte ich erneut im Livetrading-Room:

Livetrading-DAX
Livetrading-DAX

Eine Vorbereitung auf den jeweiligen Handelstag erhalten Sie hier:

 

Anmeldung zum täglichen DAX-Ausblick

 

Was bleibt zurück? Noch ein GAP! Und zwar das vom Donnerstag auf den Freitag:

Noch ein offenes GAP im DAX
Noch ein offenes GAP im DAX

Was war geschehen?

Einerseits hat US-Präsident Trump einen Drei-Phasen-Plan vorgestellt, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Entsprechende Hilfen und Unterstützungen gab es bereits massiv seitens der US-Notenbank in den vergangenen Wochen. Nun soll die Umsetzung folgen, welche in Abhängigkeit der Infektionsquote durch einzelne Bundesstaaten bereits ab jetzt erfolgen kann. Eine Kommission zur Unterstützung und Erarbeitung eines genauen Zeitplans ist noch in Bildung. Wie schnell dies für das ganze Land vollzogen werden kann, ist daher noch unbekannt.

Fakt war jedoch, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in der Vorwoche wieder leicht fielen. Eine leichte Erholung ist somit, trotz der brisanten Gesamtlage, zu spüren. Immerhin sind mehr als 20 Millionen Amerikaner erstmals binnen 4 Wochen in dieser Statistik als Arbeitssuchend verzeichnet worden.

Zweiter Fakt für eine Erholung waren Studien und Spekulationen, nach denen ein Wirkstoff gegen Corona in naher Zukunft an den Markt kommen könnte. Davon profitiert aktuell eine ganze Branche: Pharma- und Biotech. Stellvertretend daraus kann man sich den Nasdaq-Niotech-Index ansehen und hier auf Monatssicht starke Gewinne entnehmen:

Biotech-Aktien gefragt
Biotech-Aktien gefragt

Auch andere Branche profitieren. So erreichten Amazon und Netflix jeweils ein neues Allzeithoch. Entsprechend kommentiert wurde dies von einem Händler der LS-Exchange in diesem Interview:

 

 

Basierend auf dem letzten Chartbild im DAX ist auch hier die Idee des GAP-close spannend. Mit der Unterschreitung der 10.540 könnte diese Szenario eintreten und eröffnet Potenzial bis zur 10.330.

Auf der Oberseite ist im DAX ein kleiner Abwärtstrend zu verzeichnen, der die Wochenhochs verbindet und bei rund 10.750 Punkten mündet:

Bullishes DAX-Szenario
Bullishes DAX-Szenario

Dieser Bereich ist gleichzeitig das Hoch vom Freitag und wäre damit ein Trigger für weitere Aufschläge im mittelfristigen Zeitrahmen. Rund 10.800, als Wochenhoch, und darüber dann die runde Marke von 11.000 Punkten könnten hier im großen Chartbild Anziehungskraft entfalten und den Aufwärtstrend seit Mitte März fortsetzen:

DAX-Aufwärtstrend im Stundenchart
DAX-Aufwärtstrend im Stundenchart

Zu beachten ist hierbei ein weiteres GAP im Stundenchart:

Großes GAP um 11.000 Punkte im DAX
Großes GAP um 11.000 Punkte im DAX

Mit entsprechendem Momentum könnte dies hier ein Thema für die neue Woche sein. Immerhin geht die Quartalssaison jetzt richtig los und hat aus den USA mit Alphabet, Netflix, IBM und im DAX einer SAP viele Schwergewichte auf der Agenda, welche entsprechende Impulse generieren können.

Die neue Woche setzt den Blick auf die Quartalszahlen in Amerika fort und hält ab Dienstag neue Konjunkturdaten für uns bereit. Hier stehen die Arbeitslosenquote aus England um 8.00 Uhr und um 11.00 Uhr die neue ZEW-Umfrage zur Deutschen Konjunkturerwartung auf der Agenda.

Mittwoch sind die Verbraucherpreise aus England und Kanada hervorzuheben.

Der Donnerstag ist der wichtigste Tag aus ökonomischer Sicht – 9.30 Uhr steht der Market PMI Gesamtindex aus Deutschland, 10.00 Uhr aus Europa und 10.30 Uhr aus England an. Zudem dürften die neuen Zahlen zu den Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe 14.30 Uhr wieder entsprechend stark gewichtet werden.

Die nicht-militärischen Investitionsgüter runden am Freitag um 14.30 Uhr das Zahlenwerk aus dem Wirtschaftskalender ab, aus dem Sie alle Prognosen hier entnehmen können:

Starten Sie gut vorbereitet und vor allem gesund in die nun wieder volle Handelswoche.

Viel Erfolg wünscht Ihr Andreas Bernstein (Bernecker1977)

 

 

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*Platzierte Produkte/Tools sind entsprechend markiert und Werbung.   Risikohinweis: Der Handel mit Finanzprodukten ist risikoreich. Sie können Ihr eingesetztes Kapital verlieren. Diese Analyse ist keine Handelsempfehlung und enthält lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Sämtliche in dieser Publikation getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.


andreasmuellerAndreas Bernstein ist unter dem Pseudonym „Bernecker1977“ als Trader, Referent und Coach seit 2001 aktiv. Er handelt seit rund 20 Jahren Indizes, Devisen und Rohstoffe an der Börse mit Futures, Derivaten und CFDs. Dabei basiert sein Trading auf Sentimentdaten und Charttechnik. Als studierter Diplom-Kaufmann streut Andreas Bernstein seine Erfahrungen u.a. auf wallstreet-online seit dem Jahr 2005 in den „Tages-Trading-Chancen“ ein und ist dort Ansprechpartner für alle börsenrelevanten Fragen.     Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse AG

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